Kaiserpinguin

Antarctic Peninsula

Region: Antarktis

Reiseziele: Rossmeer, Weddell-Meer

Name: Kaiserpinguin (Aptenodytes forsteri)

“I have taken the liberty of quoting at length throughout from the gospels of the Emperor penguins. To them I owe a special debt of gratitude for their remarkable patience.”

- Adequate Earth by Donald Finkel

Körpergröße: 122 cm

Gewicht: 20-45 kg

Verbreitungsgebiet: die Antarktis

Schutzstatus: potentiell gefährdet

Nahrung: Hauptnahrung ist Fisch, frisst auch Krebstiere und Kopffüßer

Erscheinungsbild: Schwarzer Kopf und Rücken, weißer Bauch mit gelben Rand um den Hals

Wie jagen Kaiserpinguine?

Kaiserpinguine jagen Fische und andere Meerestiere im offenen Meer oder in Rissen im Eis. Sie können bis zu einer Tiefe von fast 550 Metern tauchen und bleiben bis zu 20 Minuten unter Wasser.


Um der Kälte Stand zu halten reduzieren sie ihren Stoffwechsel und den Blutfluss zu unwesentlichen Organen. Um mit dem Wasserdruck umzugehen, haben sie feste Knochen entwickelt, im Gegensatz zu den hohlen Knochen fliegender Vögel.

Sind Kaiserpinguine sozial?

Kaiserpinguine sind dafür bekannt, gemeinsam auf Futtersuche zu gehen. Im Meer nennt man eine Gruppe von Pinguinen "Floß."


An Land, bilden sie große Kolonien. Diese Kolonien bestehen aus Tausenden von Individuen, zwischen 5000 bis 10.000 Tiere sagt eine konservative Schätzung.


Während der harten Kälte der antarktischen Winde drängen sich die Pinguine kreisförmig zusammen. Die jüngsten Mitglieder werden in die Mitte genommen, wo es am wärmsten ist. Die Erwachsenen bilden die äußeren Abschnitte des Kreises und wechseln sich langsam im Kreis drehend ab (dies sieht ähnlich wie eine Satellitenaufnahme eines Wirbelsturms aus), sodass kein Tier zu lange ganz außen, wo es am kältesten ist, stehen muss.

Wie schnell kann sich ein Kaiserpinguin bewegen?

An Land können Kaiserpinguine mit einer Geschwindigkeit von 2,5 km pro Stunde “watscheln”. Sie können sich etwas schneller vorwärts bewegen, wenn sie einen guten Hang finden – sie lassen sich dann einfach auf ihre Bäuche fallen und „rodeln“ den Weg hinunter.


Ein schwimmender Pinguin erreicht Geschwindigkeiten von 10 km pro Stunde und Spitzengeschwindigkeiten von 15 km pro Stunde, wenn sie es mal eilig haben.

Wie sehen die Paarungsrituale von Kaiserpinguinen aus?

Kaiserpinguine werden mit 3 Jahren geschlechtsreif.


Zwischen Januar und März versuchen die erwachsenen Tiere sich so viel wie möglich Fett anzufressen, da sie später keine Möglichkeit mehr zur Nahrungsaufnahme haben.


Sobald es April ist, beginnen die Pinguine ihren berühmten langen Marsch zu ihren Brutplätzen. Sie müssen in der Regel mindestens 50 km (manchmal sogar 150 km) weit gehen.


Die Paarung findet im Mai statt. Die Männchen erreichen den Brutplatz etwas vor den Weibchen und machen sich bereit für die Balz (Paarungsrufe etc).


Um die Pinguindamen zu umwerben, drückt das Männchen seinen Schnabel an die Brust, atmet ein, und gibt einen Paarungsruf von sich, der ca. 2 Sekunden dauert.


Sobald sich ein Paar gefunden hat, stehen sie still miteinander, recken ihren Hals nach oben und starren sich für einige Minuten an. Nachdem diese Zeremonie abgeschlossen ist, sind die Pinguine offiziell ein Paar und watscheln gemeinsam in der Kolonie herum.


Um die Kopulation einzuleiten, verbeugen sich beide Tiere tief zu einander.


Kaiserpinguine sind „fortlaufend monogam“ (sie bleiben mit einem Partner für eine Saison, aber suchen sich normalerweise einen anderen Partner für die nächste Saison) und legen nur ein Ei, das um die 460 Gramm wiegt.


Ist das Ei einmal gelegt übernimmt das Brüten das Männchen. Er nimmt es auf seine Füße und platziert es unter seine Bauchfalte (Brutfleck) um es warm zu halten - für 2 Monate, ohne Pause. Während dieser Zeit nimmt das Männchen keine Nahrung zu sich.


Zuzüglich der Zeit, in der die Männchen zu ihren Brutplätzen aufgebrochen sind, fressen sie insgesamt 110 Tage nichts, bis das Küken schlüpft. Das Männchen kann bis zu 20 kg an Gewicht verlieren.


Um Wärme zu sparen, drängen sich die Männchen oft zusammen, mit dem Rücken zum Wind.


Nach der Eiablage ist das Muttertier ausgehungert und erschöpft, sie geht sofort wieder in Richtung Meer zur Futtersuche. Sie wird für etwa 2 Monate weg sein, möglicherweise kommt sie erst wieder zurück wenn das Küken schon geschlüpft ist.


Das Küken schlüpft nach etwa 2 Monaten. An dieser Stelle ist es ohne Schutz der antarktische Umwelt ausgesetzt und verlässt sich ganz auf seine Elterntiere, die es füttern und warm halten. Falls die Mutter noch nicht von ihrem Jagdzug zurück ist, füttert das
Männchen das Küken mit einer milchigen Substanz (Trophallaxis), die aus der Speiseröhre erbrochen wird.


Das Muttertier kommt etwa Anfang August wieder, der Partner wird duchr spezielle Rufe ausfindig gemacht. Sie übernimmt die Fütterung des Jungen und hält es warm, nun kann das Männchen zurück zum Meer gehen, aber nur für knapp einen Monat.


Nach etwa eineinhalb Monaten, nachdem das Junge geschlüpft ist, hüpft es von den Füßen der Eltern und drängt sich mit anderen Küken zusammen zu einer sogenannten Kinderkrippe (crèche).


Ab November beginnen die Küken ihr schützendes Federkleid zu bekommen, dieses ersetzt ihr Daunenfederkleid und die Eltern hören auf es zu füttern.


Die Wanderung zurück zum Meer beginnt im Dezember, und der Zyklus beginnt von neuem.

Wie lange leben Kaiserpinguine?

Kaiserpinguine leben 20 Jahre lang.

Wie viele Kaiserpinguine gibt es heutzutage?

Wissenschaftler haben Satelliten verwendet um abzuschätzen wie viele Kaiserpinguine es heutzutage gibt, ihre Schätzungen belaufen sich auf etwa 600.000 Pinguine.

Haben sie Feinde?

Küken werden von anderen Vögeln angegriffen wie die Antarktisskuas und Riesensturmvögel.


Orcas (Schwertwale) und Seeleoparden schnappen sich gerne adulte Kaiserpinguine.

8 Punkte für Kaiserpinguine!

  • Der Kaiserpinguin ist die größte Art aus der Familie der Pinguine.
  • Kaiserpinguine können tiefer tauchen als jeder andere Vogel.
  • Kaiserpinguine bauen keine Nester. Ihre Füße und Brutflecke sind die einzigen „Nester“.
  • Wie auch andere Pinguinarten, springen Kaiserpinguine aus dem Wasser während sie schwimmen (ähnlich wie ein Delphin). Dieses Verhalten umhüllt ihren Körper mit Mikroluftbläschen, um Reibung unter Wasser zu reduzieren. Manche Wissenschaftler glauben, dass Pinguine dies nur zum Spaß machen.
  • Kaiserpinguine (und andere Pinguine) haben diesen „Smoking-Look“, weil beim Schwimmen ihre weißen Bäuche sie gegen das Licht tarnen und ihre dunklen Rücken sie gegen die Meerestiefe tarnen.
  • Kaiserpinguine sind die einzigen Pinguine, die im antarktischen Winter brüten.
  • Der Gattungsname „Aptenodytes” bedeutet "flügelloser Taucher."
  • Wissenschaftler haben begonnen den Gesamtbestand der Kaiserpinguine zu schätzen, mittels zählen von Individuen über Satellitenbilder.

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