Name: Seiwal (Balaenoptera borealis)

Länge: 19,5 Meter

Gewicht: 28 Tonnen

Verbreitung: Alle Weltmeere mit Ausnahme der polaren Meere

Bestand: Gefährdet

Ernährung: Krill, Ruderfußkrebse, anderes Zooplankton

Erscheinungsbild: Dunkles blaugrau mit einer helleren Unterseite

Wie ernähren sich Seiwale?

Wie alle Bartenwale nehmen Seiwale riesige Mengen an Wasser auf, um das Wasser dann durch ihre Barten (Platten aus einem Material, welches Fingernägeln ähnelt, und das von den Oberkiefern herunterhängt) herauszupressen; dabei wird der Krill festgehalten wenn das Wasser wieder entweicht.


Seiwale tauchen in der Regel relativ flach und bleiben zwischen 5 und 15 Minuten Unterwasser. Sie schwimmen häufig nahe der Oberfläche auf ihrer Seite durch Wolken aus Krill oder anderer Beute.


Dabei fressen sie etwa 900 kg Nahrung pro Tag.

Sind Seiwale sozial?

Seiwale sind manchmal alleine unterwegs, manchmal aber auch in Gruppen von bis zu 6 Mitgliedern.

Wie schnell schwimmen Seiwale?

Seiwale gehören zu den schnellsten Walen und Delfinen und können auf kurze Distanzen bis zu 80 km/h erreichen.

Wie pflanzen sich Seiwale fort?

Seiwale werden mit etwa 9 Jahren geschlechtsreif. Weibchen werden danach alle 2 oder 3 Jahre trächtig und gebären üblicherweise ein einzelnes Kalb. Die Trächtigkeit dauert dabei von knapp 11 bis zu 12 Monaten. Nach 6-9 Monaten wird das Kalb von der Muttermilch entwöhnt und hat jetzt bereits eine Länge von 8 bis 9 Metern erreicht.


Seiwale paaren sich während des Winters in warmen, subtropischen Gewässern.

Wie lange leben Seiwale?

Seiwale werden maximal 65 Jahre alt.

Wie viele Seiwale gibt es heutzutage?

Es gibt etwa 80.000 Seiwale auf der Welt. Dies ist ein Drittel der Population, die der Seiwal ursprünglich, also vor dem Walfang-Boom im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert hatte.

Haben Seiwale natürliche Feinde?

Die einzigen natürlichen Feinde von Seiwalen sind Gruppen von Schwertwalen.

7 spannende Fakten über Seiwale

  • Seiwalen sind die viertgrößten Furchenwale (der größten Gruppe der Bartenwale) nach dem Blauwal, Finnwal und Buckelwal.
  • Das “Sei” in “Seiwal” kommt vom norwegischen Wort für Seelachs. Die Norweger beobachteten, dass Seelachs und Seiwale jedes Jahr aufs Neue zur gleichen Zeit in den selben Gefilden auftauchten.
  • Der amerikanische Naturforscher Roy Chapman Andrews vergleicht Seiwale mit Geparden weil sie auf kurze Distanzen sehr schnell schwimmen können, aber auch schnell ermüden.
  • Wie alle Bartenwale hat der Seiwal zwei Atemlöcher.
  • Obwohl Seiwale normalerweise alleine oder in kleinen Gruppen unterwegs sind, sieht man sie manchmal zu Tausenden in Gegenden mit reichem Nahrungsangebot.
  • Im Gegensatz zu anderen Bartenwalen bleiben Seiwale eher in gemäßigten Gewässern und vermeiden die Polarregionen.
  • Die Wörter Balaenoptera borealis im wissenschaftlichen Namen des Seiwals bedeuten“nördlicher geflügelter Wal”.

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