Name: Pottwal (Physeter macrocephalus)

Länge: 16 - 20 Meter

Gewicht: 41.000 kg

Lebensraum: Subarktische und subantarktische Gewässer, weltweit

Bestand: Gefährdet

Ernährung: Hauptnahrung ist Tintenfisch; auch Fisch, Rochen, Kraken, Riesenmaulhaie

Erscheinungsbild: Grau oder schwarz; der quadratisch geformte Kopf kann ein Drittel der Körperlänge ausmachen.

Wie jagen Pottwale?

Üblicherweise fressen Pottwale etwa 900 kg Nahrung pro Tag. Um ihre Beute (vor allem Riesentintenfische) zu finden, tauchen sie zwischen 300 und 1.200 Meter tief, können aber maximal bis zu 2.000 Meter tauchen. Ein durchschnittlicher Tauchgang dauert etwa eine Stunde an.


Die Wale generieren das lauteste Geräusch der Tierwelt – eine Serie von Klicks – und nutzen Echoortung um das Geräusch auf ihre Beute zu fokussieren.


Die Zähne im Unterkiefer von Pottwalen sind zwischen 18 und 20 cm lang und passen genau in Aushöhlungen auf der Unterseite des Oberkiefers. Die Zähne des Oberkiefers wachsen niemals aus.


Wissenschaftler glauben, dass Pottwale und Riesentintenfische einander bekämpfen. Auch wenn solche Kämpfe noch nie beobachtet wurden sind, stammen runde Narben auf der Walhaut wahrscheinlich von den Saugnäpfen der Tintenfische.


Wenn Pottwale in der Gruppe kleinere Fische jagen, versuchen sie den Fischschwarm in einen engen „Ball aus Fisch“ zu treiben, um die Effizienz der Jagd zu erhöhen.

Sind Pottwale sozial?

Außerhalb der Paarungszeit leben männliche Pottwale alleine, während Weibchen und ihre Jungtiere in Gruppen von bis zu 20 Individuen zusammenleben. Diese Gruppen werden von jungen Männchen im Alter von 4 Jahren verlassen, woraufhin diese eigene Gruppen bilden, bis sie in höherem Alter einzelgängerisch werden.


Nur die älteren Männchen ziehen in die kälteren Gewässer rund um den Süd- und Nordpol, während die Gruppen mit Weibchen und Jungtieren in den Tropen und gemäßigten Zonen bleiben.


Die meiste Zeit sind Pottwale auf der Jagd, aber manchmal sieht man sie auch miteinander sozialisieren, einander rufen und Körperkontakt miteinander suchen.


Wenn sie attackiert werden, formen sie eine Gruppe um ihr anfälligstes Gruppenmitglied herum, und haben dabei ihre Schwanzflossen zur Abwehr nach außen gerichtet

Wie schnell schwimmen Pottwale?

Die Durchschnittsgeschwindigkeit eines Pottwals liegt zwischen 5 und 15 km/h. Sie können aber für etwa eine Stunde auf 35 – 45 km/h beschleunigen.

Wie pflanzen sich Pottwale fort?

Männchen werden mit etwa 18 Jahren geschlechtsreif, Weibchen bereits mit 9 Jahren.


Männchen kämpfen miteinander um das Recht sich zu paaren, und paaren sich anschließend mit mehreren Weibchen. Sie bleiben aber nicht bei den Weibchen, bilden also keine Harems.


Die Trächtigkeit der Weibchen dauert etwa 15 Monate an und resultiert in einem einzelnen Kalb. Die Geburt ist ein sozialer Event bei dem die Mutter durch den Rest der Gruppe abgeschirmt und beschützt wird.


Das Kalb kann für bis zu 13 Jahre gesäugt werden, ist aber in der Regel bereits nach 2 Jahren entwöhnt.


Weibchen paaren sich in Abständen von 4 bis 20 Jahren bis sie etwa 40 Jahre alt sind.

Wie lange leben Pottwale?

Pottwale leben ähnlich lange wie Menschen und werden etwa 70 Jahre alt. Männchen sind nicht komplett ausgewachsen bis sie etwa 50 Jahre alt sind.

Wie viele Pottwale gibt es heutzutage?

Annahmen gehen von etwa 200.000 Pottwalen in den Weltmeeren aus.

Haben Pottwale natürliche Feinde?

Der Schwertwal ist die größte Bedrohung von Pottwalen, aber auch die nahen Verwndten der kleinen Schwertwale (auch unechte Schwertwale genannt) wurden bereits dabei beobachtet, Pottwale anzugreifen. Schwertwale attackieren die Gruppen um ein Jungtier (oder auch ein Weibchen) zu erbeuten. Pottwale bleiben aber generell auch für Schwertwale eine schwierige Beute.

Wenn wir menschliche Walfangaktivitäten betrachten, bot der Pottwal neben den üblichen Ressourcen Fett, Fleisch und Öl zwei weitere sehr wertvolle Inhaltsstoffe.

  • Walrat (auch Spermazeti) – benutzt für eine Reihe von Arzneimitteln, Kerzen, Kosmetika und Imprägnierung
  • Ambra – Eine wachsartige Substanz, die sich im Darm des Wals um Irritationen wie unverdauliche Tintenfisch-Schnäbel bildet; ähnlich der Bildung von Perlen in Austern. Der Wal produziert diese Substanz langsam über eine Vielzahl von Jahren. Ambra wurde in der Parfum-Industrie genutzt, weil es so selten war, wurde aber bald nach alternativen Lösungen gesucht.

Attackieren Pottwale Menschen?

Zwar ziehen sich Pottwale normalerweise zurück wenn Schiffe in der Nähe sind, es gibt aber Beschreibungen von Attacken auf Boote. Einige Wissenschaftler glauben, dass die Wale sich an menschliche Aggressionen erinnern und Rache nehmen, andere glauben, dass es sich schlicht um Unfälle handelt.

8 spezielle Fakten über Pottwale

  • Pottwale haben die größten Köpfe des Tierreichs.
  • Sie haben zudem das schwerste Gehirn der Tierwelt (5x schwerer als ein menschliches Gehirn).
  • “Moby Dick” basiert auf zwei verschiedenen historischen Pottwalen – ein Pottwal rammte und versenkte die Essex, und ein anderer männlicher und weißer Albino wurde Mocha Dick genannt.
  • Ihr englischer Name „Sperm Whale“kommt vom Wort „spermazeti“ also Walrat, einer fett- und wachshaltigen Substanz aus dem stark vergrößerten Vorderkopf des Wals.
  • Pottwale düngen die Ozeanobeflächen dadurch, dass ihre Ausscheidungen nach oben schwimmen und sich verteilen, und anschließend von Phytoplankton aufgenommen werden.
  • Männliche Pottwale können sogar zuweilen Schwertwale auf Grund von Nahrungskonkurrenz attackieren.
  • Das Herz eines Pottwals wiegt mit 125 kg ungefähr soviel wie zwei erwachsene Männer.
  • Das lauteste jemals von einem Tier aufgenommene Geräusch stammt von einem Pottwal vor der nordnorwegischen Küste. Das einzelne Klickgeräusch erreichte über der Wasseroberfläche immense 235db, was der Lautstärke einer Saturn-V-Rakete in 1 Meter Entfernung entspricht. Dies scheint die Theorie zu bestätigen, dass Pottwale ihre Beute mit diesen Geräuschen betäuben oder sogar töten können.  

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