PLA06-26, trip log, Nord-Spitzbergen-Entdecker – Ins Packeis – Spezialreise zu Eisbären und Walen

by Oceanwide Expeditions

Fotogalerie

Logbuch

Tag 1: Longyearbyen, Einschiffung

Longyearbyen, Einschiffung
Datum: 28.06.2026
Position: 78°14.1’N / 015°37.1’E
Wind: NNW2
Wetter: Teils bewölkt
Lufttemperatur: +8

Viele unserer Gäste trafen am Tag der Einschiffung in Longyearbyen ein. Im Laufe des Nachmittags wurde das Gepäck vom Kai zur vor Anker liegenden MV Plancius in der Bucht gebracht. Gegen 16:00 Uhr wartete bereits eine gut gelaunte Schlange von Gästen darauf, die kurze Zodiacfahrt zum Schiff anzutreten. Das gute Wetter kam uns dabei sehr entgegen, sodass wir nasse Zodiacfahrten auf einen späteren Zeitpunkt der Reise verschieben konnten. An Bord verging der Abend wie im Flug: Nach der Begrüßung folgten die Einweisung in das Schiff, die obligatorischen Sicherheitsbriefings, der Willkommenscocktail mit Kapitän Matei Mocanu und schließlich das erste gemeinsame Abendessen. Als die MV Plancius am Abend den Isfjord verließ und Kurs auf unser erstes Ziel nahm, bot sich den Gästen im sanften Licht der späten Abendstunden ein wunderschöner Blick auf die charakteristischen Tafelberge rund um den Fjord.

Tag 2: Lilliehöök Gletscher & Anlandung bei Camp Zoe

Lilliehöök Gletscher & Anlandung bei Camp Zoe
Datum: 29.06.2026
Position: 79°16.2’N / 011°39.4’E
Wind: N2
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: +9

Das leise Brummen der Motoren der MV Plancius begleitet uns noch, als uns Expeditionsleiter Philipp am frühen Morgen weckt. Wir fahren in den Krossfjord ein. Die Landschaft ist atemberaubend: Lange Gletscherzungen fließen zwischen steilen, schroffen Berggipfeln ins Meer. Die verschiedenen Blau- und Weißtöne des Eises spiegeln sich in der ruhigen Wasseroberfläche des Fjords. Das Wetter zeigt sich von seiner besten Seite.

Nach dem obligatorischen AECO-Briefing, bei dem wir an die Verhaltensregeln in der Arktis erinnert werden und Hinweise zur passenden Kleidung für die Anlandungen erhalten, steigen wir in die Zodiacs und fahren zum Lilliehöökbreen.

Fast drei Stunden verbringen wir auf dem Wasser und genießen die beeindruckende Gletscherlandschaft. An der Gletscherfront gleiten unsere Zodiacs durch dichtes Treibeis, das leise knistert und in der Sonne glitzert. Immer wieder kündigen dumpfe Geräusche spektakuläre Kalbungen an. Küstenseeschwalben, Dreizehenmöwen und Eissturmvögel versammeln sich sofort an den frisch abgebrochenen Eisstücken, wo sie nach Nahrung suchen. Gerade als wir uns auf den Rückweg zur MV Plancius machen wollen, entdecken wir drei Bartrobben. Gemütlich liegen sie auf einer Eisscholle. Eine scheint sich entspannt für unsere Fotografen in Pose zu werfen, während eine andere immer wieder abtaucht und verspielt direkt vor unseren Zodiacs auftaucht.

Nach der Rückkehr an Bord erwartet uns das Mittagessen. Am Nachmittag bleibt noch etwas Zeit, die ersten Fotos zu sichten, bevor die Guides uns erneut zu den Zodiacs bitten und wir zur Anlandung bei Camp Zoe aufbrechen.

Die Hütte wurde für den Unternehmer Ernst Mansfield erbaut und nach seiner Tochter Zoe benannt. Ursprünglich diente sie der Prospektion von Bodenschätzen, einer Tätigkeit, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf Spitzbergen weit verbreitet war.

Kaum sind wir an Land, richtet sich die Aufmerksamkeit jedoch auf eine Gruppe Rentiere, die sich gegenseitig den Hang hinaufjagen. Nachdem die ersten Fotos gemacht sind, führt Ursula die Teilnehmer des gemütlichen Spaziergangs in die faszinierende Welt der arktischen Pflanzen ein. Mit Lupen werden Moose, Flechten und winzige Blüten aus nächster Nähe betrachtet. Eine sportlichere Wandergruppe folgt zunächst den Rentieren und steigt anschließend unter der Leitung von Chloé zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt auf. Eine dritte Gruppe entscheidet sich für einen ruhigen Spaziergang zu mehreren Aussichtspunkten, an denen Nathalie und Ross spannende Einblicke in das Ökosystem der arktischen Tundra geben.

Der Tag endet mit dem Ausblick auf das Programm des nächsten Tages sowie zwei kurzen Vorträgen: Nathalie gibt eine Einführung in die Arktis und Ursula stellt die Bartrobbe vor, ein gelungener Abschluss eines Tages voller Eislandschaften, Tierbeobachtungen und spannender Geschichte.

Tag 3: Texas Bar & Jotunkjeldene & Gråhuken

Texas Bar & Jotunkjeldene & Gråhuken
Datum: 30.06.2026
Position: 79°31.4’N / 012°20.4’E
Wind: NW32
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: +11

Am Vormittag besuchten wir die Texas Bar, eine kleine Hütte, die der berühmte Trapper Hilmar Nøis errichtete. Die Texas Bar war eine sogenannte Außenstation. Hilmar Nøis' Hauptstation befand sich im Sassendalen; von hier aus verbrachte er jeweils einige Tage damit, seine Fallen in der Umgebung zu kontrollieren. Heute wird die Hütte von Einheimischen als Freizeithütte genutzt. Bereits während unserer Anlandung entdeckten wir zwei Walrosse, die nahe der Anlandestelle im Wasser schwammen. Zunächst trafen sich alle Gäste an der Hütte und warfen einen Blick ins Innere, bevor wir uns in unsere drei Wandergruppen aufteilten. Die sportlichste Gruppe stieg die Hänge hinauf und wurde mit einem beeindruckenden Ausblick auf den Monacobreen und den Liefdefjorden belohnt. Die mittelschwere Wandergruppe blieb etwas tiefer im Gelände und entdeckte zahlreiche arktische Pflanzen und Blüten. Auf dem Rückweg von ihrem Aussichtspunkt fanden sie zudem frische Eisbärenspuren im Schlamm. Die gemütliche Wandergruppe verbrachte mehr Zeit an der Hütte und lauschte spannenden Geschichten aus dem Leben der Trapper. Anschließend unternahm sie einen kurzen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf den mäandrierenden Fluss, der ins Meer mündet, sowie auf die kleine Insel Hesteskoholmen. Rund um die Texas Bar konnten wir außerdem Svalbard-Schneehühner, Schneeammern und Schmarotzerraubmöwen beobachten.

Am Nachmittag fuhren wir in den Bockfjord, wo unsere zweite Anlandung des Tages stattfand. Unser Ziel war Jotunkjeldene, die „warmen“ Quellen Spitzbergens. Bereits von der Anlandestelle aus war der gelblich gefärbte Sinterkegel zu erkennen, der sich im Laufe der Zeit durch die mineralreichen Quellen gebildet hat. Am Strand teilten wir uns erneut in drei Wandergruppen auf. Die sportlichste Gruppe unternahm eine längere Wanderung an den Hängen des Smørstabben. Vom höchsten Punkt ihrer Tour bot sich ein beeindruckender Blick auf den Friedrichbreen und den Adolfbreen. Unterwegs konnten außerdem Spitzbergen-Schneehühner beobachtet werden. Die mittelschwere Wandergruppe erkundete das flachere Gelände rund um Jotunkjeldene und entdeckte zahlreiche interessante Pflanzen, darunter die Silberwurz (Dryas octopetala). Auch die gemütliche Wandergruppe meisterte das anspruchsvolle Gelände und erreichte die warmen Quellen, wo sie die eindrucksvollen Sinterterrassen bewundern und beobachten konnte, wie das warme Wasser langsam aus den Quellen austritt. Das Wasser in Jotunkjeldene hat eine Temperatur von etwa 24 °C. Die Quellen erwärmen nicht nur ihre unmittelbare Umgebung, sondern bieten auch einem von Chloés Lieblingstieren einen Lebensraum: dem Bärtierchen (Tardigrade). Dieser winzige Organismus ist erstaunlich widerstandsfähig, kann extreme Temperaturen überstehen und lebt in den unterschiedlichsten Lebensräumen.

Am Abend nach dem Abendessen fuhren wir an Gråhuken vorbei, wo die österreichische Schriftstellerin Christiane Ritter während ihres Überwinterungsaufenthaltes auf Spitzbergen lebte. Isabelle und Nathalie erzählten aus ihrem außergewöhnlichen Leben in der Arktis und lasen einige Passagen aus ihrem Buch Eine Frau erlebt die Polarnacht vor, das bis heute als wahrer Klassiker der Polarliteratur gilt.

Tag 4: Tag im Packeis

Tag im Packeis
Datum: 01.07.2026
Position: 80°31.8’N / 013°51.2’E
Wind: NW3
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: -1

Guten Morgen, MV Plancius, wir haben das Packeis erreicht! Um 7 Uhr morgens befinden wir uns am bislang nördlichsten Punkt unserer Reise. Die Stimme unseres Expeditionsleiters Philipp weckt uns mit einer Nachricht, die uns sofort aus unseren gemütlichen Kojen holt: „Vor dem Schiff ist ein Blauwal.“ Wir reiben uns den Schlaf aus den Augen, die Abdrücke des Kissens sind noch auf unseren Wangen zu sehen, schnappen uns Jacken und Kameras und eilen zu den Frühaufstehern, die bereits am Bug Ausschau halten. Gott sei Dank wurden die Akkus über Nacht geladen! Die Sorge, diesen Anblick zu verpassen, verfliegt schnell, als wir einen spektakulären Blick auf gleich zwei Blauwale erhaschen, die nahe am Schiff auftauchen. Das Geräusch ihrer Blasfontänen läßt uns schnell von einer Seite der Reling zur anderen eilen, sobald die Wale nach ihren flachen Tauchgängen wieder erscheinen. Eine Gruppe von Seevögeln kreist und taucht ganz in der Nähe ins Wasser ein, was dieses seltene Schauspiel noch eindrucksvoller macht. Manchmal tauchen die Wale so nah am Schiff auf, dass wir die Färbungsmuster auf ihren Rücken erkennen können. Und das alles noch vor 8 Uhr morgens!

Als der Ruf zum Frühstück ertönt, fällt es allen schwer, sich loszureißen. Die Wale sind immer noch in der Nähe, was, wenn wir einen weiteren Blick verpassen? Wer noch ein wenig länger ohne den ersten Kaffee ausharrt, wird damit belohnt, zu sehen wie sich die Schwanzfluke einer der Wale aus dem Wasser hebt. Bei Blauwalen deutet dies oft auf einen tieferen Tauchgang hin, und so verabschieden wir uns an dieser Stelle von ihnen. Endlich ist es Zeit fürs Frühstück.

Nach diesem aufregenden Start in den Tag verbringen die meisten die Zeit damit, von der Brücke und dem Bug aus Ausschau zu halten. Das Wetter hat sich im Vergleich zu den milden Temperaturen an der Küste der letzten Tage gewandelt; es schneit sogar ein wenig, während wir tiefer ins Eis vordringen. Dick eingepackt in Mäntel, Schals und warme Handschuhe lassen wir unsere Blicke in alle Richtungen über den Horizont schweifen. Ein dunkler Punkt taucht auf, dann noch einer, und plötzlich viele mehr. Ein faszinierender Anblick: Etwa 20 Sattelrobben tauchen auf, strecken die Köpfe aus dem Wasser und schwimmen rückwärts. Dieses Verhalten macht sie selbst aus der Ferne leicht erkennbar. Das Auf- und Abtauchen der Köpfe im Wasser wird oft als „Bottling“ bezeichnet – sie treiben dabei wie eine Glasflasche im Meer. Sie bewegen sich direkt vor dem Bug des Schiffes und tauchen schließlich ab. Auf zur lounge für einen heißen Tee oder Kaffee.

Wir fahren weiter ins Packeis, das Meereis wird langsam dichter und werden kurz nach dem Mittagessen mit Sonnenschein belohnt. Eine willkommene Wärmequelle auf der kalten Brücke um die Mittagszeit; zudem sorgt das zusätzliche Licht für hervorragende Fotobedingungen in der wunderschönen Eislandschaft.

Am frühen Nachmittag werden weitere Sattelrobben gesichtet: zunächst weit entfernt auf der Backbordseite, schließlich direkt vor dem Bug. Wir können sie, nur wenige Meter von uns entfernt, dabei beobachten, wie sie sich im Wasser drehen und planschen, während sie an uns vorbeiziehen. Auch im weiteren Verlauf des Tages und bis in die Nacht hinein tauchen sie immer wieder in unterschiedlichen Entfernungen auf.

Im weiteren Verlauf des Nachmittags beobachten wir aufmerksam den Horizont, bis ein schwarzer Punkt im Fernglas erscheint. Als das Schiff näher kommt, entpuppt sich der geheimnisvolle Punkt als ruhendes Walross. Seine Eisscholle ist von Kot verfärbt, und bei genauerem Hinsehen entdecken wir dort die erste Elfenbeinmöwe unserer Reise, die sich daran gütlich tut. In diesem Ökosystem geht wahrlich nichts verloren. Das Walross wirkt relativ jung, worauf die kurzen Stoßzähne hindeuten; Walross-Stoßzähne wachsen ein Leben lang und können eine Länge von einem Meter erreichen. Kurz darauf passieren wir eine Bartrobbe, die auf einer Eisscholle ruht; auf ihrem Rücken ist die typische orangefarbene Färbung zu erkennen. Kurz vor der täglichen Zusammenfassung der Erlebnisse entdecken einige Glückliche in einiger Entfernung einen Zwergwal, der sich zwischen den Eisschollen bewegt und Stossfrisst. Zwergwale gelten als eher scheu, und so verschwindet das Tier schon bald wieder aus unserem Blickfeld. Vor dem Abendessen führt uns unsere Reiseleiterin Chloe in die faszinierende Welt der Meereisbildung ein, und Ursula erzählt uns mehr über den eigentlichen Star des Tages: den Blauwal. Es kommt schließlich nicht alle Tage vor, dass man beim Frühstück das größte Tier, das je gelebt hat, direkt vor dem Fenster (oder Bullauge) zu sehen bekommt!

Wahrlich ein großartiger Tag für alle; nun geht es zurück in die Kabine, um die heute aufgenommenen, gigantischen Datenmengen an Fotos zu bearbeiten. Mal sehen, was der morgige Tag bringt.

Tag 5: Tierwelt am Rande des Packeises

Tierwelt am Rande des Packeises
Datum: 02.07.2026
Position: 80°53.4’N / 017°10.41’E
Wind: SW4
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: +3

Nach unserem gestrigen Tag im Packeis mit zahlreichen Beobachtungen von Walen, Robben und Seevögeln standen wir heute Morgen alle in der Hoffnung auf, endlich unseren ersten Eisbären zu entdecken. Ein Blick aus dem Fenster zeigte jedoch zunächst ein ganz anderes Bild als am Vortag. Die MV Plancius glitt ruhig und gleichmäßig durch offenes Wasser, in dem kleinere und größere Eisschollen trieben. Nach einer zusätzlichen halben Stunde Schlaf und dem Frühstück verteilten sich alle Gäste auf die Außendecks, in die Lounge und auf die Brücke, um aufmerksam das Eis zu beobachten, das im Laufe des Morgens zunehmend dichter wurde.

Leider zog im Laufe des Vormittags dichter Nebel auf, der das Schiff und die umliegende Eislandschaft wie ein Schleier einhüllte und die Sicht erheblich einschränkte. Gleichzeitig verliehen die Stille, das besondere Licht und der Nebel der Umgebung eine beinahe magische Atmosphäre, die wir alle genießen konnten. Doch je mehr Zeit verging, desto schwieriger wurde es, die Konzentration beim Absuchen von Wasser und Eis aufrechtzuerhalten. Umso willkommener war das „Bing Bong“, das Ross' Vortrag über die Vogelwelt ankündigte.

Während draußen Eissturmvögel, Dickschnabellummen und Krabbentaucher am Schiff vorbeizogen, stellte Ross einige der Vogelarten vor, denen wir auf Spitzbergen besonders häufig begegnen können. Dazu gehörte die elegante Dreizehenmöwe, die wir bereits während unserer Zodiacfahrt vor dem Lilliehöökbreen beobachten konnten. Ebenso die Küstenseeschwalbe, die jedes Jahr bis in die subantarktischen Gewässer zieht und dabei rund 70.000 Kilometer zurücklegt, die längste bekannte Zugstrecke aller Vögel. Natürlich durfte auch der Eissturmvogel nicht fehlen, der uns häufig in Augenhöhe begleitet, wenn wir auf dem obersten Deck stehen. Seine Schönheit erschließt sich oft erst auf den zweiten Blick, doch durch das Fernglas werden seine feinen Zeichnungen und seine elegante Erscheinung besonders deutlich. Als Vertreter der Röhrennasen besitzt er die charakteristischen röhrenförmigen Nasenöffnungen auf dem Schnabel, über die überschüssiges Salz ausgeschieden wird. Ross stellte uns noch viele weitere Vogelarten vor, von denen wir hofften, einigen in den kommenden Tagen noch zu begegnen.

Im Laufe des Tages fuhren wir langsam weiter durch das Eis, erreichten Gebiete mit einer höheren Dichte an Eisschollen und ließen schließlich auch den Nebel des Vormittags hinter uns. Trotz der vielen aufmerksamen Augen, Ferngläser und Kameras, die die Umgebung unermüdlich absuchten, bekamen wir lediglich einige Sattelrobben sowie Krabbentaucher zu Gesicht, die über das Wasser flogen oder zwischen den Eisschollen rasteten. So sehr wir uns über diese Beobachtungen freuten, hofften wir doch alle insgeheim auf die Begegnung mit einem Eisbären.

Nach dem Mittagessen bot Chloé einen spannenden Workshop über Phyto- und Zooplankton an. Mithilfe eines kleinen Mikroskops mit Bildschirm konnten wir die faszinierende Welt der winzigen Organismen am Anfang des marinen Nahrungsnetzes aus nächster Nähe betrachten. Dazu gehörten unter anderem Dinoflagellaten und junge Ruderfußkrebse. Am späteren Nachmittag gab Nathalie einen interessanten Einblick in die Geschichte Spitzbergens, das 1596 von Willem Barents entdeckt wurde. Schon bald folgten zahlreiche Robbenjäger, die die damals noch sehr häufigen Robben und Walrosse im gesamten Archipel bejagten. Als die ersten Expeditionen nach Europa zurückkehrten, verbreitete sich rasch die Nachricht vom großen Walreichtum der arktischen Gewässer. Dies führte im 16. und 17. Jahrhundert zu einer intensiven Walfangindustrie und schließlich zur starken Übernutzung der Großwale.

Nach der Zusammenfassung des Tages, bei der Ursula spannende Einblicke in das Leben der Sattelrobben gab und Chloé uns die planktonische Welt unter dem Meereis näherbrachte, begaben wir uns auf das Achterdeck, wo ein köstliches Barbecue im Freien auf uns wartete. Trotz der Kälte genossen wir alle dieses besondere Abendessen. Aus Respekt vor der Tierwelt der Arktis verzichteten wir auf eine Feier mit Tanz und lauter Musik.

Später versammelten sich viele von uns in der Lounge. Eine etwas gedrückte Stimmung lag in der Luft. Auch an unserem zweiten Tag im Packeis hatte sich kein Eisbär gezeigt. Uns war bewusst, dass unsere Chancen, noch einen zu sehen, bald gegen null gehen würden, da wir das Packeis schon bald verlassen und unseren Kurs wieder nach Süden richten mussten.

Doch dann, völlig unerwartet, ertönte das vertraute „Bing-Bong“ aus den Lautsprechern: Ein Grönlandwal befand sich ganz in der Nähe des Schiffes! Ich, der Verfasser dieses Berichts, blieb für einen kurzen Moment zurück und beobachtete, wie die Menschen aufsprangen, Jacken, Mützen, Handschuhe, Ferngläser und Kameras schnappten und zügig zur nächstgelegenen Tür eilten, um an Deck zu gelangen. Es war faszinierend zu sehen, wie sich die Stimmung innerhalb weniger Sekunden von gedrückt zu grenzenloser Begeisterung wandelte.

Anschließend wurden wir mit einer langen und außergewöhnlichen Beobachtung einer echten arktischen Walart belohnt. Der Wal schwamm ganz nah am Schiff vorbei; sein markant runder Kopf tauchte immer wieder an der Wasseroberfläche auf, und wir konnten sogar sein Ausatmen hören. Zu unserer Überraschung hob er bei jedem Auftauchen seine Schwanzfluke hoch aus dem Wasser – ein beeindruckendes Schauspiel. Ehrfürchtig und ganz still beobachteten wir dieses außergewöhnlich majestätische Tier.

Erfüllt von den Erlebnissen des Tages und voller Vorfreude auf das, was die Arktis noch für uns bereithalten würde, gingen wir schließlich zu Bett.

Tag 6: Anlandung in Torellneset und Faksevågen mit Eisbaden sowie Zodiac-Fahrt entlang der Vogelklippen von Alkefjellet

Anlandung in Torellneset und Faksevågen mit Eisbaden sowie Zodiac-Fahrt entlang der Vogelklippen von Alkefjellet
Datum: 03.07.2026
Position: 79°22.1’N / 020°40.8’E
Wind: SSW2
Wetter: Nebelig
Lufttemperatur: +2,7

Die Arktis bescherte uns einen weiteren unvergesslichen Tag voller atemberaubender Landschaften im Osten Spitzbergens und außergewöhnlicher Tierbeobachtungen von morgens bis abends.

Unser Tag begann mit einer Anlandung am Torellneset, einer weitläufigen Kieslandzunge am östlichen Rand der Hinlopenstraße, die für ihre Walrosskolonie bekannt ist. Schon bei der Annäherung an den Strand konnten wir die unverwechselbaren Silhouetten der Atlantischen Walrosse erkennen, die dicht gedrängt am Ufer ruhten. Einige schliefen friedlich, während andere sich schwerfällig in eine bequemere Position wälzten und dabei wenig Rücksicht auf ihre Nachbarn nahmen. Ihre langen Elfenbeinstoßzähne und die markanten Schnurrhaare verliehen jedem Tier ein ganz eigenes Aussehen. Einst auf Spitzbergen beinahe ausgerottet, gelten Walrosse heute als eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes. Eine so große und gesunde Ansammlung beobachten zu können, erinnert eindrucksvoll daran, wie gut sich arktische Tierbestände unter wirksamem Schutz erholen können. Die von Meer und Eis geformte Küstenlandschaft rund um uns ließ zugleich die gewaltigen Naturkräfte erahnen, die diese abgelegene Wildnis bis heute prägen.

Am Nachmittag steuerten wir die geschützten Gewässer der Faksevågen tief im Lomfjord an. Hier zeigte sich die Landschaft von einer ganz anderen Seite. Mächtige Berge erhoben sich direkt aus dem Fjord, ihre geschichteten Felswände erzählen eine geologische Geschichte, die Hunderte Millionen Jahre zurückreicht. Farbtupfer aus Grün, Rot und Gold verliehen der Tundra einen besonderen Reiz, während in den entfernten Tälern Gletscher bis ins Tal hinabreichten. Während unserer Wanderung grasten Spitzbergen-Rentiere friedlich über die Tundra und ließen sich von unserer Anwesenheit kaum stören. Im Vergleich zu ihren Verwandten auf dem Festland sind sie kleiner und gedrungener gebaut und perfekt an die langen, harten Winter der Arktis angepasst. Die Stille des Fjords, nur gelegentlich unterbrochen vom Gesang der Schneeammern und den Rufen der Meerstrandläufer, machte diesen Nachmittag zu einem besonders eindrucksvollen Naturerlebnis. Bevor wir zum Schiff zurückkehrten, stellten sich einige mutige Gäste einer klassischen Expeditionstradition: dem Polarsprung bzw. Eisbaden. Unter dem Applaus und den Anfeuerungsrufen der übrigen Teilnehmer rannten sie in das eiskalte Wasser der Arktis und kehrten kurz darauf mit einem breiten Lächeln und sichtlich stolz an Land zurück. Ein erfrischender Abschluss unseres Besuchs in diesem wunderschönen Teil Spitzbergens.

Am Abend brachen wir mit den Zodiacs zu einem der beeindruckendsten Naturschauspiele Spitzbergens auf: den Vogelfelsen von Alkefjellet. Die steilen Basaltsäulen, die vor Millionen von Jahren durch vulkanische Aktivität entstanden sind, ragen nahezu senkrecht aus dem Meer empor und bieten unzähligen Seevögeln ideale Brutplätze. Noch bevor die Felsen vollständig in Sicht kamen, erfüllten die Rufe Zehntausender Dickschnabellummen die Luft. Unablässig flogen die Vögel zwischen Meer und Felswänden hin und her, während die Altvögel zu ihren einzelnen Eiern zurückkehrten, die scheinbar waghalsig auf den schmalen Felsvorsprüngen lagen. Zwischen den Lummen warteten Eismöwen geduldig auf eine günstige Gelegenheit, Beute zu machen, und am Fuß der Felsen konnten wir sogar einen Polarfuchs beobachten, der aufmerksam die Kolonie absuchte. Lautlos mit den Zodiacs an dieser lebendigen Felswand entlangzugleiten war ein außergewöhnliches Erlebnis. Die ständige Bewegung, die unzähligen Rufe und die schiere Größe der Kolonie machten eindrucksvoll deutlich, wie produktiv der kurze arktische Sommer sein kann.

Dieser Tag zeigte die ganze Vielfalt der Wildnis Spitzbergens: mächtige Walrosse an abgelegenen Küsten, friedlich grasende Rentiere in der Tundra, spektakuläre Berglandschaften und eine der größten Seevogelkolonien der Welt. Es war ein Tag, der sowohl die gewaltige Schönheit als auch die besondere Atmosphäre der Hocharktis auf eindrucksvolle Weise erlebbar machte und uns unvergessliche Erinnerungen an diesen außergewöhnlichen Teil der Welt schenkte.

Tag 7: Tag im Packeis

Tag im Packeis
Datum: 04.07.2026
Position: 80°33.4’N / 012°00.7’E
Wind: W2
Wetter: Bewölkt & nebelig
Lufttemperatur: -2,2

Zurück ins Eis!?

Nach einem ereignisreichen Tag gestern ging es wieder ins Packeis. Diesmal fuhren wir in eine Oestliche Gegend, auf der Suche nach den Eisbären.

Als wir erwachten, boten uns die Bullaugen einen leicht nebligen Blick. Der ruhige Morgen kam uns gelegen, um uns von der Aufregung des Vortages zu erholen und unsere Beine und Gedanken auszuruhen. Viele von uns hatten den Morgen damit verbracht, die Landschaft aus schwimmenden Eisschollen gespannt nach Anzeichen von etwas Haarigem und Gelbem abzusuchen. Still auf der Brücke und dem Oberdeck stehend, folgten wir mit dem Fernglas dem Horizont und werden manchmal von einer vorbeifliegenden Dreizehenmöwe abgelenkt. Gegen Mittag reissen die Wolken auf und die strahlende Polarsonne wärmt unsere Gesichter. Das Meer ist spiegelglatt, und der Ozean um uns herum spiegelt den blauen Himmel und die Wolken darüber wider. Es fällt schwer, den Blick von dieser so abgelegenen und friedlichen Landschaft abzuwenden. Während wir langsam durch die Eisschollen gleiten und ihrem Knirschen lauschen oder in der Lounge Bücher aus der Bibliothek lesen, hallt der Lautsprecher wieder; „Heiße Schokolade auf dem Oberdeck.“ Ja, bitte! Wie sich herausstellt, kann diese heiße Schokolade, die in der Sonne serviert wird, auch Rum und reichlich Sahne enthalten (auf Wunsch). Kein schlechter Ausblick für ein, zwei oder drei heiße Getränke.

Am Nachmittag führt uns Ursula in die Welt der Bartenwale ein, erklärt uns ihre faszinierenden Jagdmechanismen und die Geschichte des Walfangs. Sie zeigt uns viele Fotos und Videos ihrer früheren Begegnungen mit Zwergwalen und sorgt dafür, dass wir am Ende ihre Liebe und Bewunderung teilen. Anschließend verfolgen wir die Reise eines Polarfuchses mit Ross, von Spitzbergen, über das Packeis durch das wir treiben, bis zur Ellesmere-Insel – in nur 76 Tagen! Danach nimmt Isabelle uns mit auf einem Tauchgang in der Arktis, und wir erkunden die wunderbare Welt des Seetangs (die riesigen Algen, die wir im Wasser unterhalb von Alkefjellet gesehen haben). Nach dem Abendessen quetschen sich fast alle auf die Brücke und aufs Oberdeck, um gemeinsam die Eis- und Wasseroberfläche abzusuchen. Endlich entdecken wir Bewegung auf dem Eis: Einige Sattelrobben haben sich dort niedergelassen, und wir beobachten, wie sie ins Wasser gleiten, planschen und in unserer Nähe spielen. Als uns am späten Abend Nebel einhüllt, heißt es Abschied nehmen von der Eiswelt mit Kurs auf das Festland und einen neuen Tag.

Tag 8: Morgendliche Anlandung in Alicehamna, Schifffahrt durch den Fuglefjorden und den Smeerenburgfjorden

Morgendliche Anlandung in Alicehamna, Schifffahrt durch den Fuglefjorden und den Smeerenburgfjorden
Datum: 05.07.2026
Position: 79°44.4’N / 012°09.9’E
Wind: WNW2
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: +9

Heute Morgen erreichen wir Alicehamna im Raudfjorden. Unter strahlend blauem Himmel und bei angenehm milden Temperaturen erwachen wir inmitten einer der eindrucksvollsten Landschaften der gesamten Reise. Schroffe alpine Gipfel und mächtige Gletscher umrahmen den Fjord und bieten eine spektakuläre Kulisse.

Unsere Zodiacs bringen uns sanft an Land, als plötzlich ein begeisterter Ruf ertönt: „Seeengel!“ Dank des kristallklaren Wassers gelingt es Chloé, eine dieser faszinierenden pelagischen Meeresschnecken sowie mehrere Seegurken und Quallen einzusammeln. So erhalten wir die seltene Gelegenheit, die arktische Meeresfauna aus nächster Nähe zu beobachten.

In kleinen Gruppen besuchen wir die Raudfjordhytta, eine historische Jagdhütte, die einen Einblick in das entbehrungsreiche Leben der Menschen vermittelt, die einst in dieser abgelegenen Region überwinterten. Anschließend steigen die Gruppen der gemütlichen und mittleren Wanderung zu einem Steinmann oberhalb der Bucht auf. Unterwegs macht Philipp auf das Grab eines Walfängers aus dem 17. Jahrhundert aufmerksam, ein stilles Zeugnis der bewegten und oft harten Geschichte dieser Region. Am Aussichtspunkt befindet sich außerdem das Grab eines Seemanns, das in friedlicher Lage den Fjord überblickt. Die Teilnehmer der langen Wanderung nehmen derweil einen anspruchsvolleren Aufstieg zu einem höher gelegenen Aussichtspunkt in Angriff und werden nach der anstrengenden Tour mit einem beeindruckenden Panoramablick belohnt.

Nach dem Mittagessen lädt uns Kapitän Matei Mocanu zu einer landschaftlich reizvollen Fahrt entlang der Nord- und Westküste des Archipels ein. Bei perfekten Wetterbedingungen navigiert die MV Plancius zwischen den Inseln, durch den Fuglefjorden und weiter in den Smeerenburgfjorden. Ferngläser sind ständig im Einsatz, während wir die Küste nach Wildtieren absuchen und die großartige Landschaft genießen. Schließlich zieht eine dichte Bank arktischen Nebels in den Magdalenefjorden und hüllt die Landschaft in geheimnisvolles Weiß, der sonnige Nachmittag verwandelt sich in eine mystische Welt aus Nebel.

Während des abendlichen Recaps entführt uns Chloé in die faszinierende Welt des arktischen Planktons und erklärt die Biologie des filigranen Seeengels, dem wir bereits am Vormittag begegnet sind. Anschließend hält Kati einen spannenden Vortrag über Belugawale, bevor Ursula die Geschichten hinter den lebensgroßen Tierillustrationen erzählt, die uns während der gesamten Reise an Bord begleitet haben. Sie schmücken die Wände der MV Plancius und bringen die faszinierende Tierwelt der Arktis auf besondere Weise ins Schiffsinnere..

Tag 9: Anlandung bei Valentinryggen & Gjerstadodden

Anlandung bei Valentinryggen & Gjerstadodden
Datum: 06.07.2026
Position: 78°33.5’N / 013°10.6’E
Wind: NNW2
Wetter: Teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +10

Die MV Plancius gleitet sanft bis an das Ende des St. Jonsfjorden. Der letzte Tag unserer Reise beginnt, und voller Vorfreude steigen alle in die Zodiacs, die uns zu einer morgendlichen Anlandung bei Valentinryggen bringen.

Wie an den vergangenen Tagen teilen wir uns in drei Wandergruppen auf. Die gemütliche Gruppe unternimmt einen entspannten Spaziergang entlang der Küste zu einem spektakulären Strand mit Blick auf die Gletscherfront. Der Strand und das flache Küstenwasser sind übersät mit auf Grund gelaufenen Eisbergen in den unterschiedlichsten Formen, Größen und Farbschattierungen, eine beeindruckende natürliche Skulpturengalerie.

Die mittlere Wandergruppe steigt höher auf die Tundra und genießt weite Ausblicke sowie die arktische Pflanzenwelt, bevor sie zum eisbergübersäten Strand hinabsteigt, wo sich alle zu einem gemeinsamen Fotostopp treffen.

Die sogenannte „Bergziegen“-Gruppe nimmt unterdessen einen steileren Anstieg in Angriff. In engen Serpentinen führt der Weg zwischen Silberwurz und Moos-Lichtnelken bergauf. Ein Rentier zeigt sich nur kurz, bevor es hinter dem Bergrücken verschwindet. Oben angekommen werden die Wanderer mit einem atemberaubenden Panorama belohnt: Entlang eines Grats zwischen zwei Gletschern eröffnet sich eine spektakuläre Aussicht auf die umliegende Landschaft.

Schließlich treffen sich alle drei Gruppen wieder am Strand. Den krönenden Abschluss des Vormittags bildet das beeindruckende Kalben des Gletschers, als gewaltige Eisblöcke mit donnerndem Krachen ins Meer stürzen.

Zurück an Bord kündigt das vertraute „Ding-Dong“ die nächste köstliche Mahlzeit an, und wir versammeln uns im Restaurant zum gemeinsamen Mittagessen.

Am Nachmittag gehen wir bei Gjerstadodden, ebenfalls im St. Jonsfjorden, ein letztes Mal an Land. Schon bei der Anlandung entdecken wir einen Seehund auf einem Felsen, welcher sich von unserer Anwesenheit kaum beeindrucken lässt und geduldig für zahlreiche Fotos posiert.

Die gemütliche Wandergruppe erkundet die artenreiche Tundraflora und wird schon bald mit der Beobachtung mehrerer friedlich grasender Rentiere belohnt, darunter auch ein junges Kalb, das noch sein weißes Winterfell trägt. Die mittlere und die lange Wandergruppe steigen auf eine Moräne, um einen erhöhten Aussichtspunkt mit Blick auf den Gletscher zu erreichen. Von dort oben zeigt sich das Eis aus einer ganz neuen Perspektive: Mächtige Eisabbrüche sogenannte Séracs, tiefe Gletscherspalten und beeindruckende Eisformationen, prägen das eindrucksvolle Bild.

Beide Wandergruppen erleben außerdem einen besonderen Höhepunkt, als ein flauschiges Küken der Schneeammer eifrig seine ersten Flugversuche unternimmt. Während die Wanderung über die üppig bewachsene Tundra fortgesetzt wird, entdecken wir weitere Rentiere, die in dieser überraschend fruchtbaren arktischen Landschaft grasen.

Zurück an Bord der MV Plancius lädt Kapitän Matei Mocanu zum Abschiedscocktail ein. Gemeinsam stoßen wir auf eine außergewöhnliche Reise an, während Ross in einer stimmungsvollen Diashow die schönsten Momente und unvergesslichen Tierbeobachtungen der vergangenen Tage Revue passieren lässt.

Den feierlichen Abschluss unserer Expedition bildet ein ausgezeichnetes Abschiedsabendessen. Dabei wird die engagierte Crew vorgestellt und mit herzlichem Applaus für ihren unermüdlichen Einsatz gewürdigt, der dieses außergewöhnliche Arktis-Abenteuer zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht hat.

Tag 10: Ankunft zurück in Longyearbyen

Ankunft zurück in Longyearbyen
Datum: 07.07.2026
Position: 78°20.2’N / 015°26.7’E
Wind: leichte Brise
Wetter: Bewölkt
Lufttemperatur: +10

Heute Morgen erreichen wir Longyearbyen, wo unsere gemeinsame Reise zu Ende geht. Während wir ein letztes Frühstück an Bord genießen, wird unser Gepäck bereits von der MV Plancius an Land gebracht. Schon bald ist es Zeit, Abschied zu nehmen, von einem Schiff, das uns in den vergangenen Tagen ein komfortables Zuhause in der Arktis war.

Mit vielen unvergesslichen Erinnerungen im Gepäck blicken wir auf eine außergewöhnliche Expedition zurück. Gemeinsam haben wir spektakuläre Landschaften erkundet, faszinierende Wildtiere beobachtet, das Packeis erlebt und unzählige besondere Momente miteinander geteilt. Nun heißt es Abschied nehmen von der MV Plancius, von der großartigen Crew, die uns jeden Tag umsorgt hat, vom Expeditionsteam, das sein Wissen und seine Begeisterung mit uns geteilt hat, und natürlich auch voneinander.

Im Namen der gesamten Oceanwide Crew und des Expeditionsteams möchten wir uns herzlich bei euch bedanken. Danke für eure Begeisterung, eure Neugier, eure Flexibilität und die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse. Es war uns eine Freude, diese Reise mit euch zu teilen.

Wir wünschen euch eine angenehme Heimreise und hoffen, euch eines Tages auf einer weiteren Expedition wieder an Bord begrüßen zu dürfen, vielleicht in der Arktis, vielleicht in der Antarktis oder an einem anderen faszinierenden Ort dieser Welt. Bis dahin wünschen wir euch alles Gute und viele weitere unvergessliche Abenteuer.

 

Total distance sailed on our voyage: 1,212 nm

Northernmost position: 81°17.7245’N, 024°56.72’W

Einzelheiten

Reisecode: PLA06-26
Daten: 28 Jun - 7 Jul, 2026
Dauer: 9 Nächte
Schiff: MS Plancius
Einschiffung: Longyearbyen
Ausschiffung: Longyearbyen

Waren Sie auf dieser Reise?

An Bord von MS Plancius

Unser ältestes Schiff, die Plancius, ist eine klassische Wahl für einige unserer beliebtesten Polarreisen.

Mehr über die MS Plancius »
Loading