4. Mai 2026, 23:30 Uhr MEZ
Oceanwide Expeditions hat weiterhin mit einer ernsten medizinischen Situation an Bord der m/v Hondius zu kämpfen, die vor der Küste von Kap Verde vor Anker liegt.
Zwei Besatzungsmitglieder an Bord weisen weiterhin akute Atemwegsbeschwerden auf, eines davon in leichter, das andere in schwerer Form. Beide benötigen dringend medizinische Versorgung. Diese Besatzungsmitglieder sind britischer und niederländischer Staatsangehörigkeit. Derzeit wurden keine weiteren Personen mit Symptomen identifiziert.
Oceanwide Expeditions kann über die WHO bestätigen, dass bei der niederländischen Staatsbürgerin, die am 27. April 2026 nach dem Aussteigen auf St. Helena verstorben ist, eine Variante des Hantavirus nachgewiesen wurde. Damit steigt die Gesamtzahl der bestätigten Hantavirus-Fälle auf zwei.
Die Stimmung an Bord der m/v Hondius bleibt ruhig, die Passagiere sind im Allgemeinen gefasst. Oceanwide Expeditions ist bemüht, den Gästen Klarheit und Sicherheit zu vermitteln und ihre Ausschiffung sowie die medizinischen Untersuchungen zu beschleunigen. Die Teammitglieder von Oceanwide Expeditions arbeiten unermüdlich daran, alle Personen an Bord zu unterstützen und strenge Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen des SHIELD-Reaktionsplans von Oceanwide Expeditions einzuhalten. Dieser befindet sich derzeit auf Stufe 3, der höchsten Reaktionsstufe, und umfasst Isolationsmaßnahmen, Hygieneprotokolle und medizinische Überwachung.
Die niederländischen Behörden bereiten aktiv eine medizinische Evakuierung der beiden Personen mit Symptomen sowie der Person vor, die mit dem am 2. Mai verstorbenen Gast in Verbindung stand. Dazu werden zwei Spezialflugzeuge eingesetzt, die mit der erforderlichen medizinischen Ausrüstung ausgestattet sind und von geschultem medizinischem Personal besetzt werden. Dies ist noch nicht bestätigt und kann sich ändern. Ein genauer Zeitplan für diese komplexe Operation ist derzeit noch nicht bekannt und wird in einer künftigen Pressemitteilung bekannt gegeben.
Das Schiff befindet sich weiterhin vor der Küste von Kap Verde. An Bord befinden sich 149 Personen aus 23 verschiedenen Ländern. Die Ausschiffung der Passagiere, die medizinische Evakuierung und die medizinische Untersuchung erfordern die Genehmigung der lokalen Gesundheitsbehörden sowie die Abstimmung mit diesen. Lokale Gesundheitsbehörden haben das Schiff besucht und die Situation begutachtet. Der medizinische Transport der beiden erkrankten Personen an Bord hat noch nicht stattgefunden. Die enge Zusammenarbeit mit lokalen und internationalen Behörden, darunter die WHO, das RIVM, die zuständigen Botschaften und das niederländische Außenministerium, wird fortgesetzt.
Wir können bestätigen, dass die Gäste nicht in Kap Verde von Bord gehen werden, mit Ausnahme der drei Personen, deren medizinische Evakuierung geplant ist. Zum jetzigen Zeitpunkt steht ein endgültiger Ausschiffungsort für die übrigen Gäste an Bord der m/v Hondius noch nicht fest. Es wird erwogen, nach Las Palmas oder Teneriffa weiterzufahren, wo weitere medizinische Untersuchungen und Maßnahmen stattfinden könnten, organisiert und überwacht von der WHO und den niederländischen Gesundheitsbehörden. Dies muss noch bestätigt werden. Sobald konkrete Informationen bezüglich der Ausschiffung und der medizinischen Untersuchungsverfahren für alle verbleibenden Gäste an Bord der m/v Hondius vorliegen, werden diese in einer künftigen Pressemitteilung bekannt gegeben.
Ein aktualisierter Zeitplan zur medizinischen Situation an Bord der m/v Hondius sieht wie folgt aus:
- Am 11. April verstarb ein Passagier an Bord. Die Todesursache konnte an Bord nicht festgestellt werden. Am 24. April wurde dieser Passagier auf St. Helena von Bord gebracht, wobei seine Frau ihn bei der Rückführung begleitete.
- Am 27. April wurde Oceanwide Expeditions darüber informiert, dass sich der Zustand der Ehefrau während der Rückreise verschlechtert hatte und sie später verstorben war. Beide Passagiere waren niederländische Staatsangehörige. Am 4. Mai 2026 wurde bei dieser Person eine Variante des Hantavirus nachgewiesen.
- Am 27. April erkrankte ein weiterer Passagier schwer und wurde medizinisch nach Südafrika evakuiert. Diese Person wird derzeit auf der Intensivstation in Johannesburg behandelt und befindet sich in einem kritischen, aber stabilen Zustand. Dieser Passagier ist britischer Staatsangehöriger. Bei diesem Patienten wurde eine Variante des Hantavirus nachgewiesen.
- Am 2. Mai verstarb ein weiterer Passagier an Bord. Die Todesursache ist noch nicht geklärt. Dieser Passagier war deutscher Staatsangehöriger.
Oceanwide Expeditions steht weiterhin in engem Kontakt mit den direkt Betroffenen und ihren Familien und leistet, wo immer möglich, Unterstützung.
Wir verstehen das große Interesse und die Besorgnis und werden neue Informationen weitergeben, sobald diese überprüft wurden.
Alle Medienanfragen sind zu richten an:
Frau Kiki Hirschfeldt: [email protected]
oder
Herrn Piet-Hein Coebergh: [email protected]
Nachstehend finden Sie unsere frühere Stellungnahme zum zeitlichen Ablauf der medizinischen Situation am 4. Mai 2026, 13:30 Uhr MEZ: