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Logbuch

Longyearbyen
  • Datum: 25.07.2016
  • Position: 78°13.9’N / 015°37.7’E

Heute schreibt für Euch: Birgit!

Sonne! Spitzbergen! Bei unserem Anflug schon sehen wir, warum Spitzbergen Spitzbergen heißt – gewaltig reckt sich uns eine alpine Gletscherlandschaft entgegen, mit weiten Tälern und spitzen Bergen. In Longyearbyen werden wir von Tobias und Birgit am Flughafen in Empfang genommen. Wir bekommen noch die Gelegenheit, uns zwei Stunden lang den Ort anzuschauen, bevor wir an Bord der Plancius gehen. Andere haben den Charme dieser nördlichen Siedlung bereits seit gestern genossen.

Weil wir auf einer Expeditionskreuzfahrt sind, fahren wir in Zodiacs zur Plancius, bleiben dabei aber sogar noch trocken. An Bord geht es Schlag auf Schlag – der zweite Offizier Mocanu gibt uns das obligatorische Sicherheitsbriefing und im Anschluss gehen wir alle zu unseren Rettungsbooten. Hotelmanager Michael erklärt uns dann, wie das Schiff funktioniert und schließlich stellt uns Expeditionsleiter Christian sein buntes Team vor.

Der Anker ist unterdessen gelichtet und während des Abendessens verlassen wir langsam den Adventfjord. In goldenem Abendlicht durchfahren wir den Eisfjord, vorbei an Barentsburg und hinaus an die Westküste Spitzbergens. Eissturmvögel (Noordse Stormvogel, Northern Fulmars) umkreisen unser Schiff und wir sichten sogar Papageitaucher (papegaaiduiker, puffins). An der Westküste der vorgelagerten Insel Prins Karls Forland geht es in die Nacht hinein weiter nach Norden. Ein wunderschöner Anfang dieser Reise!

Amsterdamøya: Smeerenburg, Raudfjord: Alicehamna
  • Datum: 26.07.2016
  • Position: 79°33,5 N, 011°08,8 E
  • Lufttemperatur: +9°C

Heute schreibt für Euch: Peter!

Am morgen erwachen wir umgeben von Berggipfeln und Gletschern: Wir sind im Magdalenefjord. Hier, im wilden Nordwesten der Insel landete der Entdecker Willem Barents als erster auf Svalbard. Die wilden Bergzacken gaben dem neu entdeckten Land seinen Namen: Spitzbergen.

Später entdecken wir weiter nördlich Zeugnisse einer Zeit, in der die Fjorde Nordwestspitzbergens weit weniger karg und einsam waren als heute: Die Überreste von Smeerenburg, einer niederländischen Walfangstation aus dem 17. Jahrhundert. Damals kochte das Wasser der Fjorde regelrecht von Grönlandwalen (Bowheads), die hier ihren bevorzugten Lebensraum hatten. Ihnen folgten Walfänger aus den Niederlanden und Grossbritannien. Segelschiffe und kleine, robuste Walfangboote füllten die Fjorde, von den Inseln stieg Rauch und der Gestank der Trankochereien auf: Das Walfett wurde gleich vor Ort zu einem feinen Öl gekocht. Die erstarkende Wirtschaft in Europa war gierig nach dem Rohstoff aus dem Norden: Walöl war das, was heute das Erdöl ist: Man brauchte es als Lampenöl und als Ausgangsstoff für zahlreiche andere Produkte.

Der Walrausch von Spitzbergen liess die Fjorde leer zurück. Der Grönlandwal wurde beinahe ausgerottet, die Inseln Nordwestspitzbergens meiden die wenigen verbliebenen Exemplare bis heute. Von den Walfängern ist wenig zurückgeblieben: Wir sehen Reste von Siedlungen und die Fundamente eines Tranofens: Eine eigenartige Mischung aus Sand, Kies und Walöl, den „Speckzement“. Die Natur ist zurück: Unweit des alten Ofens liegt eine Gruppe Walrosse am Strand.

Am Nachmittag folgte unsere zweite Landung. Dieses Mal besichtigten wir eine alte Trapperhütte im Raudfjord, dem „roten Fjord.“ Es war eine der Stationen von Stockholm-Sven. Er war ein Trapper der alten Schule. Bei einem Sprengstoffunfall hatte der ehemalige Bergarbeiter sein Gesicht wortwörtlich verloren. Fürchterlich entstellt, mied er die Menschen und entschied sich für ein Leben in der Einsamkeit. Und der einsamste Ort, den er finden konnte, war eben der Raudfjord. Hier lebte er abgeschieden als Fallensteller, bis er schliesslich an Skorbut verstarb.

Als wir den Fjord verlassen, sind wir nicht ganz so einsam. Auf der Insel Moffen tummeln sich Walrosse, und zum Abschluss begleitet uns ein Wal.

Alkefjellet, Wahlbergøya
  • Datum: 27.07.2016
  • Position: 79°37,5N, 018°30,8 E
  • Wind: E -3
  • Wetter: neblig
  • Lufttemperatur: +6°C

Heute schreibt für Euch: Fridrik!

Heute war ein wunderbaren Tag. Zuerst haben wir ein Vogelberg besucht mit dem Zodiacs: Alkefjellet, die „Lummenberg“, schöne Basaltpfeiler direkt aus dem Meer. Die ersten Minuten hatten wir nur paar Vogel gesehen, aber danach mehr und mehr. Tausende Dickschnabellummen fliegen überall. Die Dickschnabellumme sieht ein bisschen aus wie Pinguinen. Sie können fliegen ganz gut aber sie schwimmen und tauchen sehr gut. Jemand hatte viel Glück: Denn in der Nähe der Dickschnabellumme nimmt sie biologisches Material auf seiner Jacke mit.

Später, als das Mittagessen vorüber war, fanden wir uns bei einer Insel, Wahlbergøya. Viele Walrosse hatten sich versammelt, vielleicht 100, alle zusammen am Strand. Die meisten von ihnen liegen und schlafen, aber das ist wahrscheinlich das beste Idee, weil sie fressen 70 Kilogramm Muscheln pro Tag. Der Geruch und Lärm von dem Walross war etwas besonderes. Wir hatten Walross gesehen von vielleicht 40 Meter, auch in das Wasser. Einer von ihnen hat Christian in die Augen gesehen von nur wenige Meter entfernt.

Minuten vor dem Abendessen haben wir Wale gesehen, einen einsamen Buckelwal. Er hat uns seine Fluke gezeigt. Später nach dem Abendessen haben wir die Freunde des Wal gefunden, mindestens drei. Wir stoppen und beobachten die Wale.

Danach auf dem Strand finden wir etwas weißes und großes, mit vier Beinen. Der erste Eisbär der Reise! In der Nähe gibt es auch Walross aber unser Blick sind auf dem Eisbär. Ein perfektes Ende für einen ganz guten Tag.

Phippsøya: Isflakbukta, Packeis, Eisbär
  • Datum: 28.07.2016
  • Position: 80°43,1 N, 020°04,8 E
  • Wind: SW-4
  • Wetter: bedeckt
  • Lufttemperatur: +9°C

Heute schreibt für euch: Beau!

Wind. Heulender Wind, die von jede Richtung kam, während die Plancius versucht ein bisschen Schutz zu finden. Der Plan? Eine Landung am Phippsøya, die größte der Sieben Inseln, die eine Gruppe von neun Inseln ist. Eine Landung, wo wir Plastik sammeln wollten. Die hübschen Plastikmädels haben die Gäste überzeugt, Plastikmüll zu sammeln, damit Spitsbergen langsam gesäubert wird. Damit jeder ein gute Zeit haben konnte, boten wir trotzem die 3 verschiedenen Gruppen, lang, mittel und kurz bzw. die ‘Plastik’gruppe.
Eine trockene, kalte Wüste ist das, alles Stein, mit nur wenig Moos und Blumchens. Aber viele Flechten, alles schwarz außer ein paar die hin und hier gelb waren. Als die Gäste in Richtung des nördlichsten Teil der Insel schaut, erzählen der Beau und der Christian, das da keine Insel mehr kommt und dann irgendwo weiter Kanada, das traumhafte Land von Ahornsirup und leckeren Pfannkuchen.

Und auf dem Rückweg hat fast jeder ein Stück Plastik gefunden und zu den großen weißen Müllsäcken gebracht. Die Plastikmädels haben sich so gefreut, über 20kg wissenschaftlichen Plastikmüll war gesammelt!

Dann wars Zeit weiter in den Norden zu fahren. Auf dem Packeis war jeder aufgeregt, so ein traumhaftes Landschaft von weiß und blau. Kurz nach Abendessen waren wir schon da, und was dann? Ein Bär! Ein süßes hübsches Mädchen, mit so einem schönen pommlischen Hintern, der hin und her wackelt dass jeder Männerbär einfach anschauen muss. Bestimmt hatten sie ein großes Frühstück gegessen, und bestimmt waren schöne dicke Pfannkuchen mit viel Ahornsirup dabei! Zu viel Ahornsirup ist für einen Kanadier eigentlich unvorstellbar.

Aber zurück zum Thema Bären. So neugierig war sie, so überbegeistert vom Schiff und den komischen farbischen zweibeinigen Robben, die überall rennen und klick klick klick machen! Was für ein seltsames Geräuscht. So interessant findet sie uns, dass sie direkt ins Wasser gesprungen ist um näher an uns zu sein. Was war das eigentlich? Ein Wal? Ein großes Bärenmännchen? Aber einsteigen konnte sie nicht, und so ist sie rum gedreht und wieder weg geschommen, bis sie im Nebel verschwunden war. Und dann ging dieser wunderbare Tag zu Ende, und in der Nacht träumen alle von schönen Dingen, und der kleine Kanadier natürlich von Ahornsirup!

Packeis, Eisbären
  • Datum: 29.07.2016
  • Position: 81°29,5 N, 019°34,9 E
  • Lufttemperatur: +3°C

Heute schreibt für euch: Tobias!

Der Morgen beginnt wie gewohnt mit Christians zaghaftem Weckruf. Über Nacht waren wir aus dem Packeis hinaus gefahren, so dass unser Kapitän ein paar Stunden Schlaf bekommt, bevor er wieder um fünf Uhr morgens auf der Brücke steht und uns zurück in das Eis hinein navigiert. Wir können das Eis schon an der Außenhaut kratzen und krachen hören. Der Himmel begrüßt uns zwar mit Nebel, aber das verleiht dem Eis eine ganz mystische Stimmung. Über Nacht hatte es auch geschneit, wodurch nun die Außendecks mit Schnee überzogen sind. Ein wahres Arktis-Erlebnis! Es ist schwer, sich bei diesem Anblick zu einem Frühstück hinreißen zu lassen, aber ohne Stärkung für den Tag geht es natürlich auch nicht.

In der Zwischenzeit steuert unser Kapitän die Plancius gekonnt durch das Eis, während Robben neugierig ihre Köpfe aus dem Wasser heben und Dreizehenmöwen den Polardorschen nachjagen, die durch die Plancius hochgewirbelt werden. Kurz bevor Beau mit seinem Vortrag über Eisbären beginnen möchte, tauchen direkt am Schiff zwei Bären aus dem Nebel auf. Unser Kapitän navigiert sofort das Schiff herum, um zu stoppen und uns einen Blick auf die Bärenmutter mit ihrem Teenager zu ermöglichen. Den beiden ist jedoch die Plancius nicht so recht geheuer und so verschwinden sie alsbald wieder im Nebel. Jedoch nicht, ohne sich noch ein wenig im Schnee zu rollen.

Kurz vor elf Uhr kann nun Beau mit seinem Vortrag über die Eisbären beginnen. Der Vortrag hält nur nicht lange an, denn es wurde ein weiterer Bär gesichtet. Auch diesen beobachten wir eine ganze Weile, bis er so langsam im Nebel verschwindet. Nun ist auch Zeit für den Souvenirshop von Michael und Kathin, gefolgt von einem leckeren Mittagessen. Aber auch diese werden abermals unterbrochen, denn wir haben die Bärin wieder gefunden und sie hat es geschafft, ein Robbenjungtier zu erlegen und frisst diese nun genüsslich auf einer Eisscholle, während wir näher und näher driften und sie beobachten.

Zur selben Zeit wird eine Bärin mit zwei Jungtieren hinter dem Schiff gesichtet, die jedoch von uns nicht viel wissen will und lieber mit ihren Kleinen weiter durch die Eislandschaft streift. Als wäre das nicht schon genug, taucht ein weiterer Bär am Horizont auf und kommt auf uns zu. Während dessen zeigt sich die Bärendame mit ihrer Mahlzeit von der besten Seite und kommt dem Schiff ganz nahe, begutachtet es von allen Seiten und hüpft immer mal wieder ins Wasser um auf einer anderen Eisscholle hochklettern zu können.

Auch Elfenbeinmöwen gesellen sich zu der Runde hinzu und klauen sich ihren Teil der Robbe. Nach einiger Zeit entscheidet sie sich jedoch, davon zu schwimmen. Genau in diesem Moment kommt das Männchen angeschwommen und übernimmt ihren Platz für eine kleine Weile, bevor auch er über das Eis gen Horizont läuft. Nach solch einer fantastischen Begegnung kann es gar nicht mehr besser werden!

Glücklich und zufrieden holen wir uns noch die letzten Happen vom Mittagsbuffet, bevor dieses weg geräumt wird und genießen anschließend einen warmen Tee oder Kaffee in der Lounge um die kalten Finger wieder aufzuwärmen.
Um 15.15 Uhr startet Miriam ihren Versuch, einen Vortrag über Plankton zu halten. Sie will uns über das Leben in und unterm dem Eis erzählen. Denn es sind nicht nur die großen Dinge, die spannend sind – auch die kleinen Details machen diese Eislandschaft zu einem so faszinierenden Ort. Aber auch dieser Vortrag wird im Keim erstickt, denn ein weiterer Bär taucht in der Nähe des Schiffes auf. Und so haben wir nochmals die Möglichkeit, dieses majestätische Tier in seinem Lebensraum zu beobachten. Dieser Bär ist eher von der gemütlichen Sorte und rollt sich im Schnee, kuschelt sich zwischen Eisschollen und streckt seine Beine gen Himmel. Nach einer knappen Stunde zieht er aber auch von dannen und wir nehmen einen weiteren Anlauf für Miriams Vortrag.

Faksevågen, Grillabend am Bråsvellbreen
  • Datum: 30.07.2016
  • Position: 79°32,9 N, 17°41,3 E
  • Wind: NE2
  • Wetter: bedeckt
  • Lufttemperatur: +3°C

Heute schreibt für euch: Chris

Während des Frühstücks, welches heute einmal eine halbe Stunde früher stattfand, fuhr die Plancius in den Lomfjorden ein. Dieser liegt im Nordosten von Spitzbergen und gehört zu Ny Friesland. Wir haben dann in einer idyllischen Bucht an der Westseite vom Lomfjorden, im Faksevågen, geankert. Von der Plancius ging es mit den Zodiacs an den Strand. Der Himmel war grau und verhangen, der Wind wehte recht kräftig.

Die Bergsteigergruppe machte sich gleich forschen Schrittes mit Tobias und Beau auf den Weg. Die mittlere Gruppe bewegte sich in dem recht feuchten Boden in einer langen Schlange nach oben und teilte sich dann noch einmal auf.
Fast auf dem Plateau angekommen begegnete uns ein Rentier, welches weiter ungestört seinen Geschäften nachging. Oben erwartete uns ein fantastischer Ausblick hinunter auf mehrere Gletscher und deren Moränen.

Nach einiger Zeit verschwanden die Wolken und die Sonne kam sogar hervor. Nach einer kurzen Pause ging es zurück ins Tal. In der Ferne konnten wir die Gipfelstürmergruppe als Silhouetten erkennen. Sie konnten eine wunderschöne Aussicht mit Rundumblick geniessen. Außer Rentieren waren ihnen auch noch Alpenschneehühner und ein Polarfuchs begegnet.

Vom Lomfjord ging es dann mit der Plancius zunächst durch die Hinlopenstraße in südlicher Richtung.
Peter hielt auf dem Weg nach Süden einen sehr spannenden Vortrag über Gletscher und seine Arbeit als Glaziologe. Er zeigte uns seltene Bilder vom Innenleben eines Gletschers, von Gletscherspalten und -höhlen.
Danach hielt Christian einen Vortrag über Wale, Wale mit Zähnen, Wale mit Barten, jagende Wale, pflanzenfressende Wale, vom größten Blauwal bis zum kleinsten Delphin.
Kurz vor dem Abendessen kamen wir am größten Gletscher Spitzbergens an, dem Bråsvellbreen. Seine etwa 20 Meter hohe Kante erstreckt sich über 180 Kilometer. Wir konnten viele Wasserfälle und unzählige verschiedene Muster im Eis betrachten.

Zum Abendessen gab es diesmal ein Barbecue. Auf dem Achterdeck waren Bänke und Tische aufgestellt worden, und auch der leichte Regen tat der Stimmung keinen Abbruch. Das gute Essen und der Glühwein begeisterten alle, so dass am Ende auch noch getanzt wurde.

Danach fuhren wir noch eine Weile am Gletscher entlang durch Treibeis in verschiedensten Formen und Farbschattierungen, und der Kapitän navigierte wieder einmal gekonnt durch die Eisberge.

Barentsøya: Kapp Waldburg, Eisbärencruise
  • Datum: 31.07.2016
  • Position: 78°15,2 N, 021°56,2 E
  • Wind: NE 6-7
  • Wetter: wolkig
  • Lufttemperatur: +3°C

Heute schreibt für euch: Fridrik

In den frühen Morgenstunden kamen wir im Freemansundet an, zwischen zwei Inseln, Barentsøya und Edgeøya. Es war ein bisschen windig und wir wollten eine Landung machen auf Kapp Waldburg, Barentsøya. Es ging gut und wir erkunden ein klein Canyon wo die Dreizehenmöwe lebt und seine Jungen aufzieht. Ein richtiger Möwe Fabrik! Der Fuchs war auch in die Nähe von uns und die Möwen. Er dachte nichts von uns und machte einfach weiter mit seiner täglichen Aufgaben.

Wenn wir eine halbe Stunde oder so in dieser Canyon verbracht haben entdeckte Tobias ein Eisbär in die Nähe von uns. Danach, ganz kontrolliert, müssten wir zurück gehen und mit dem Zodiacs zum Schiff fahren. Ein richtig spannende Landung!

Später in dem Tag kommen wir nach Sundneset und finden viele Eisbären in die Nähe. Es gibt vier einzelne Eisbären und ein Weibchen mit zwei Eisbärjungchen. Wir hatten ein Zodiac cruise gemacht in die Nähe von die Eisbären. Einige der Eisbären schlafen und anderen gehen in den Bergen und fressen Gras. Sie fressen nur für die Verdauung, nicht für Ernährung. Keiner dieser Eisbären ist begeistert über unserer Ankunft. Alle sind ganz so in die Nähe von den Strand woher wir bleiben in unseren Zodiacs. Plötzlich steht ein Eisbär auf, den wir vorher nicht gesehen haben, aber er ist ganz hoch auf die Berge.

Wenn wir haben genug gesehen fahren wir zurück zur Plancius für ein wunderschönes Abendessen. Während wir weiter fahren sehen wir noch sechs weitere Bären in der Ferne, die Christian über Lautsprecher ansagt. Eine richtige Eisbärenlandschaft, aber nur auf Barentsøya. Am Abend fahren wir langsam weiter nach Hornsund.

Hornsund: Zodiac Cruise Vestre Burgerbukta, Gletschercruise Brepollen, Gåshamna
  • Datum: 01.08.2016
  • Position: 76°53,5 N, 015°12,0 E
  • Wind: E-3
  • Wetter: wolkig
  • Lufttemperatur: +6°C

Heute schreibt für euch: Peter

Pünktlich zum Schweizer Nationalfeiertag zeigt sich Spitzbergen von seiner alpinen Seite. Wir erwachen im Hornsund, ganz im Süden der Insel. Die Landschaft hier ist spektakulär: Der Hornsundtind, das „Matterhorn der Arktis“, massive Felswände und mächtige Gletscher dominieren das Bild. Und das beste daran: Die Sonne scheint. Das ist hier an der Südwestküste Spitzbergens alles andere als selbstverständlich.

Am Morgen gehen wir ganz nahe ran an den Gletscher: Die Zodiacs bringen uns an bizarr geformten Eisbergen vorbei an die Front des Paierlbreen. Die Gletscherfront ist bis zu 35 Meter hoch, immer wieder brechen Eisstücke ab. Einmal werden wir sogar Zeuge einer großen Kalbung: Ein lauter Knall, eine Wolke aus Eisstaub und eine Respekt einflössende Flutwelle zeigen uns, welche Kräfte hier am Werk sind.

Noch mehr Gletscher gibt es nach dem Mittagessen: Unser Kapitän steuert die Plancius durch den Brepollen, eine Bucht, die noch vor hundert Jahren vollständig vergletschert war. Wohin man auch blickt sieht man die Eisströme, das Wetter erlaubt es sogar, gemütlich auf Deck zu sitzen.

Am Nachmittag gehen wir dann doch noch an Land. Alte Walskelette, Frostmusterböden und Spuren der Pomoren – russische Trapper, die im 18. Jahrhundert als erste auf Spitzbergen überwinterten, runden den Tag ab.

Bellsund: Ingeborgfjellet und Midterhuken
  • Datum: 02.08.2016
  • Position: 77°44,0 N, 014°23,5 E
  • Wind: N-2
  • Wetter: wolkig
  • Lufttemperatur: +7°C

Heute schreibt für euch: Miriam

Am Vormittag sind wir am Ingeborgfjellet im Bellsund. Hier gibt es eine Krabbentaucherkolonie, die wollen wir uns mal näher anschauen. Der Krabbentaucher (Alle alle) ist der kleinste der europäischen Lummen und einer der zahlreichsten Zugvögel Spitzbergens. Sage und schreibe über eine Million Brutpaare gibt es auf den Inseln von Svalbard. Der Krabbentaucher brütet zwischen losen Steinen und Steinspalten entlang von Bergen und eine dieser Kolonien findet man hier am Ingeborgfjellet. Der größte Teil der Passagiere steigt den Berghang hoch und nimmt Platz inmitten der Brutplätze, allerdings scheinen viele der Krabbentaucher ausgeflogen zu sein bei dem schönen Wetter. Etwas später und mit etwas Geduld erspäht man dann doch noch den einen oder anderen Krabbentaucher ganz in seiner Nähe sitzend.

Nach den Krabbentauchern geht es dann noch ein bisschen auf die Tundra, wir haben Rentiere entdeckt und die lassen sich von uns nicht vom Grasen abhalten und tolle Fotos können geschossen werden. Das schöne Wetter lädt viele zum Sonnenbaden auf der grünen Tundra ein, man genießt die Sonne und die Aussicht.

Nach dem Mittagessen geht es an Land bei Midterhuken, ebenfalls im Bellsund. Die grüne nasse Tundra hier ist atemberaubend und das gelbe Moorsteinbrech (Saxifraga hircules) strahlt uns an von vielerlei Plätzen. Hier dürfen sich alle mal wieder „frei“ bewegen, da die Guides in einem gewissen Abstand das Gebiet überwachen. Auf dem Rückweg zur Plancius cruisen wir noch entlang der Küste und gucken uns die schönen Kliffe des Bellsundes an, dort brüten einige Dreizehenmöwen und Dickschnabellummen.

Zurück an Bord lichten wir den Anker und der Heimweg nach Longyearbyen wird eingeschlagen, denn wir haben den letzten Fahrttag unserer Expedition erreicht. Um 18.15 Uhr wird dann zum letzten Recap eingeladen mit anschließenden Abschluss Cocktail zusammen mit dem Kapitän. Gegen 22 Uhr laufen wir dann im Hafen in Longyearbyen ein und um Mitternacht heißt es dann bereits Abschied nehmen von einem Teil der Passagiere.

Gute Heimreise und auf ein Wiedersehen!
  • Datum: 03.08.2016

Vielen Dank für eine solch schöne Reise, mit Eurer Gesellschaft, Eurer guten Laune und Eurem Enthusiasmus. Wir würden uns freuen, Euch zukünftig wieder an Bord begrüßen zu dürfen – wo auch immer das sein mag!


Auf unserer Reise zurückgelegte Strecke:
1249,9 Seemeilen / 2249,8 Kilometer

Nördlichste erreichte Position: 81°30,6 N, 019°42,2 E

Im Namen von Oceanwide Expeditions, Kapitän Alexey Nazarov, Expeditionsleiter Christian Engelke, Hotelmanager Michael Frauendorfer und des gesamten Teams: Es war uns ein Vergnügen, mit Euch unterwegs gewesen zu sein! Kommt gut nach Hause und genießt noch lange die Bilder aus der Arktis und die Erinnerungen an eine ganz besondere Reise nach Spitzbergen.

Schiff-Info

Cabin

MS Plancius

Das eisverstärkte Schiff Plancius ist ein ideales Schiff für polare Expeditionsfahrten in die Arktis und Antarktis.

Alle Schiff-Informationen

Details

Tripcode:PLA11-16

Daten:25 Jul – 3 Aug, 2016

Dauer:9 Nächte

Schiff:MS Plancius

Einschiffung:Longyearbyen

Ausschiffung:Longyearbyen

Trip-Log als PDF-Datei

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