PLA09-19, trip log, Around Spitsbergen

by Oceanwide Expeditions

Logbuch

Tag 1: Longyearbyen, herzlich wilkommen!

Longyearbyen, herzlich wilkommen!
Datum: 03.07.2019
Position: 78°14’N - 015°37’O
Wind: SO 5-6
Wetter: overcast
Lufttemperatur: +8

Ankunft in der Hocharktis! Die kleine Stadt Longyearbyen heiβt uns willkommen. Nach einem ersten interessanten Eindruck von dieser ehemaligen Bergbausiedlung, die 1906 durch den Amerikaner John Munroe Longyear erbaut wurde, erreichten wir unser neues zu Hause fűr die kommende Woche, die MV Plancius. Heute leben in Longyearbyen circa 2300 Menschen ganzjährig, wenn auch nicht mehr von der Steinkohle.

Zwischen 16 und 17 Uhr durften wir an Bord, wo sich in der Rezeption das Hotelteam freundlich und hilfreich unser annahm, und wir in unsere Kabinen geführt wurden. Unser Gepäck war bereits vor uns dort eingetroffen, und wer wollte, richtete sich schon einmal häuslich ein. Andere erkundeten die Plancius, die in den kommenden Tagen unser gemeinsames Zuhause sein sollte. Kurze Zeit später fanden wir uns in der Lounge ein, wo uns die Hotelmanagerin Zsuzsanna mit dem Schiff vertraut machte. Die wichtigen Einweisungen des zweiten Offiziers Francois Kwekkeboom und von Expeditionsleiterin Birgit folgten, wonach wir auch für die obligatorische Sicherheitsübung in den Genuss der knallorangen Rettungswesten kamen.

Den nächsten Programmpunkt war eine Anspache von Kapitän Zybin, mit dem wir erwartungsvoll anstießen. Unsere Expeditionsleiterin Birgit ergriff daraufhin die Gelegenheit, sich und ihr Guideteam vorzustellen, die uns in den nächsten Tagen durch ihr Fachwissen und ihre Erfahrungen die arktische Welt und Svalbard näherbringen würden. Während des Abendessens verlieβ Plancius den Isfjord. Das Ziel: Kongsfjord. Wir kamen dann noch einmal in Aktion um unsere Gummistiefel abzuholen, die jedem von uns für unsere hauptsächlich nassen Landungen empfohlen wurden.

Tag 2: Ny Ålesund - Lilliehöckfjorden

Ny Ålesund - Lilliehöckfjorden
Datum: 04.07.2019
Position: 78°56.2’N - 011°55.2’O
Wind: var 0-1
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +7

Nach einer ruhigen Nacht ohne besonderen Seegang wachten wir am Morgen zu strahlendem Sonnenschein im Kongsfjord auf. Das erste Ziel des Tages – Ny Ålesund – lag nur eine kurze Zodiac-Tour von unserem Ankerplatz entfernt, und nachdem wir uns beim Frühstücksbuffet gestärkt hatten, ging es gleich auf Entdeckungstour.

Die nördlichste Siedlung der Welt entstand 1917, als Kings Bay Kul Company A/S begann, die Steinkohleflötze in den umliegenden Bergen auszugewinnen. Die Vorkommen waren reichhaltig, aber die Arbeitsbedingungen wiederholt von tödlichen Unfällen geprägt. Ein besonders schweres Unglück in 1963 setzte den Bergbauaktivitäten ein Ende. Die vorhandene Infrastruktur stellte sich kurze Zeit später in den Dienste der Forschung, und heutzutage beheimatet Ny Ålesund dank der biologischen Vielfalt seiner Umgebung und seiner isolierten geografischen Lage ein international anerkanntes aktives Wissenschaftsmiljö. Damit wir nicht aus Versehen über eines der zahlreichen Instrumente stolperten, sowie aus Rücksicht auf die örtliche Vegetation war es wichtig, den angewiesenen Wegen zu folgen, hatten aber innerhalb der Siedlung freien Auslauf. Auf den Grünflächen wanderten zahlreiche Nonnen- und Kurzschnabelgänse umher, zuweilen bereits mit flauschigem Nachwuchs. Eiderenten und Dreizehenmöwen dümpelten friedlich im Wasser auf und ab, und wenn man den Nestern der bodenbrütenden Küstenseeschwalben nicht allzu nah kam, fühlten die sich auch nicht zu den üblichen Luftangriffen herausgefordert. Sogar eine Eismöwe spazierte zwischen den Häusern herum.

Im Ort selbst öffnete auch bald das kleine Souvenirgeschäft, und im nebenan gelegenen Postamt konnte man seine Postkarten selbst mit dem karakteristischen Stempel versehen und auf den Weg in die Welt senden. Nachdem wir uns etwas umgesehen hatten, sammelten wir uns bei der Büste von Roald Amundsen und liessen uns von Michelle und Arjen einen geschichtlichen Überblick über die Verdienste dieses beeindruckenden Polhelden darbieten. Er hatte von hier aus mehrfache Versuche unternommen, den Nordpol zu überfliegen, was ihm auch im dritten Versuch gemeinsam mit Lincoln Ellsworth und Alberto Nobile gelang. Dieser erfolgreiche Versuch wurde mit dem Luftschiff “Norge” unternommen, und den Startmast konnte man auch heute noch besichtigen. Dieser befand sich ein Stück auβerhalb des Ortes, sodaβ wir uns auch gleich noch ein wenig die Füsse vertreten konnten, bevor es wieder zurück zum Schiff für das Mittagessen ging.

Für den Nachmittag war eine Gummibootkreuzfahrt vor dem Lilliehöck-Gletscher angekündigt. Dazu verholte Plancius ein Stück in einen nördlichen Seitenarm des Kongsfjords, an dessen Ende sich diese Gletscherfront befand. Immer wieder trieben kleinere Eisberge und -krümel an den Schiffsseiten vorbei, während mancher es sich bei angenehmen Temperaturen auf den Auβendecks gemütlich machte. Die Ausfahrt mit den Zodiacs bot auch keinen Anlaβ zum Frieren, da die Sonne weiterhin uns von oben erwärmte und das Eis in allen Richtungen glitzern lieβ. Der Gletscher grummelte immer wieder, und wer rechtzeitig die Augen auf die richtige Partie gerichtet hatte, sah auch die Kalbungen. Wer nicht ganz so viel Glück hatte, konnte aber immer die aufgeregten Dreizehenmöwen in grossen Schwärmen laut kreischend über der frischen Abbruchstelle bewundern. Unsere Zodiacs wiegten sich dann auch gemächlich in der vom stürzenden Eis verursachten Dünung auf und ab.

Soviel frische Luft machte natürlich hungrig, und nachdem unsere Guides uns an Bord noch eine kurze Tageszusammenfassung sowie einen Ausblick auf den morgigen Tag präsentiert hatten, widmeten wir uns dann eifrig dem Abendessen, bevor dieser erste Expeditionstag in der Bar und auf den Aussendecks seinen Ausklang fand.

Tag 3: Magdalenefjorden und unser erster Eisbär

Magdalenefjorden und unser erster Eisbär
Datum: 05.07.2019
Position: 79°33.3’N - 011°08.6’E
Wind: 2
Wetter: sonnig
Lufttemperatur: +6

Heute morgen war die See glatt wie ein Spiegel. In ruhigstem Wetter sind wir in den Magdalenenfjord gefahren. Während wir an unserer Ankerposition trieben, lieβen sich immer mal wieder ein paar Robben blicken. Zum Geruch von getoastetem Brot und frischem Kaffee weckte uns unsere Expeditionsleiterin Birgit mit ihrer ruhigen Stimme für ein frühes Frühstück.

Direkt nach dem Frühstück macht die Crew die Zodiacs bereit. Wir waren schon ganz aufgeregt, was es wohl zu sehen und entdecken gab. Ein kurzer Besuch an Deck zeigte, wie warm die arktische Sommersonne werden konnte, und so zogen wir uns entsprechend leicht für die Landung an. Unsere erste richtige Landung brachte uns ans Ufer des Berges Alkekongen, wo ein steiniger Strand auf uns wartet. Die Steine waren durchaus sehr rutschig, doch das Expeditionsteam schaffte es ohne Probleme, uns trockenen Fuβes an Land zu bringen.

Arjen hieβ uns hier mit einer kleinen Geschichte über den Ort unserer Landung willkommen. So soll es geschehen sein, daβ in den 70er Jahren eine Gruppe Österreicher Spitzbergen mit dem Kajak umrunden wollte. Auf der Suche nach einem Platz für ihr Nachtlager schlugen sie ihre Zelte an exakt der Stelle auf, an der wir nun angelandet waren. Ihr Camp sicherten sie ordnungsgemäβ mit einem Stolperdraht, welcher laute Sprengladungen in die Luft feuerte, falls jemand oder etwas über ihn stolpern sollte und so Eisbären davonjagen sollte. Mitten in der Nacht muβte nun ein Teilnehmer dieser Gruppe dringend auf Toilette und verlieβ dazu das Camp. Er schaffte es sogar, daran zu denken, nicht den Stolperdraht auszulösen, was nachts und im Halbschlaf keine Selbstverständlichkeit ist. Danach suchte er nach einem geeigneten Stein hinter dem er sein Geschäft erledigen konnte. Unglücklicherweise lag hinter diesem Stein allerdings bereits ein Eisbär, der nun den Mann anngriff und letztendlich tötete. Aufgeschreckt durch die verzweifelten Schreie des Mannes kamen die übrigen Teilnehmer aus ihren Zelten. Als sie jedoch sahen, dass es bereits zu spät für Erste Hilfe war, kroch die frisch gebackene Witwe zurück ins Zelt und holte ihre Videokamera hervor, um die letzten Minuten ihres Mannes noch zu filmen. Später wurde diese Aufnahme im Zuge der Ermittlungen des Gouverneurs von Svalbard, dem Sysselmann, konfisziert. Ein Holzkreuz nicht weit vom Strand entfernt erinnert heute an den Vorfall.

Diese Geschichte frisch im Hinterkopf wurden wir in Gruppen eingeteilt, um die Umgebung zu erkunden. Birgit und Henry führten ihre Gruppe auf eine längere Wanderung, um das Tal in Richtung Alkebreen zu erkunden. Der Weg führte über zum Teil recht steinige Passagen aber auch über wunderbar weiches Moos. Arktisches Hornkraut und Roter Steinbrech flankieren unseren Weg und versprühten ein wenig Farbe in der Landschaft. Während wir wanderten, tauchte plötzlich ein Rentier vor uns auf. Neugierig beäugte es uns, bevor es sich in Richtung Küste auf und davon machte. Einen Blick auf diese friedlichen Tiere werfen zu können füllte uns mit Wärme. Auf unserem Weg zurück zum Strand sahen wir zwei weitere Rentiere, die neugierig um die Gruppenspitze herumtrollen.

Zurück am Strand entdeckten wir zwei Seehunde in der Bucht, die neugierig uns Besucher beobachteten. Man fragte sich automatisch, wer hier wen anschaute. Selbst die startenden Zodiacs verunsicherten die Seehunde nicht, stattdessen begannen die beiden, miteinander in der Bucht herumzutollen, sodaβ wir fantastische Fotos machen konnten.

Zurück an Bord hieß uns die Restaurant-Crew mit einem großartigen Mittagsbuffet willkommen, und wir konnten uns von der morgendlichen Landung erholen und unsere Batterien für die auf uns wartenden Abenteuer aufladen.

Während der Mittagszeit setzte die Plancius ihren Weg nach Norden fort, und wir segelten durch die atemberaubende Meerenge Sørgattet in den Smeerenburgfjord. Während im Osten die gewaltigen Gletscherfronten Eisberge ins Meer freigaben, war fast die gesamte Westseite mit Landfesteis bedeck, welches von der Küste von Danskøya weit in den Fjord hinein reichte. Die Vogelkundler an Bord hatten eine gute Zeit und beobachteten Dickschnabellummen, bis plötzlich Steve einen Eisbären auf dem Eis entdeckte. Es brauchte eine Weile bis der Rest von uns den Bären sehen konnte während wir dichter an ihn heranfuhren, ohne ihn zu stören. Aber was für ein Erlebnis – unser erster Eisbär! Die Aufregung an Deck war deutlich spürbar und stieg mit jeder Bewegung des Königs der Arktis noch mehr an. Arjen schaffte es sogar, ein paar Minuten Film mit unserem Prachtexemplar zu produzieren, um ihn uns später im Recap etwas genauer vorstellen zu können. So verbrachten wir den gesamten Nachmittag bei unserem Bären und veränderten lediglich die Position des Schiffes um einen besseren Blick zu bekommen.

Kurz vor dem Abendessen erwartete uns das Expeditionsteam mit einem weiteren Recap, in dem uns Birgit einen Ausblick auf die kommenden Tage gab und uns die aktuelle Eiskarte präsentierte. Henry gab uns eine kurze Einführung in Gletscher während Jochem sein Gletscher-Projekt „Recogn.ice“ vorstellte. Das Highlight des Recaps war jedoch unbestritten die Präsentation unseres heutigen Eisbären durch Arjen. Anhand seines Bildmaterials erklärte er uns, warum er davon ausging, daβ es sich um ein weibliches Exemplar in einem durchaus guten Zustand handelte. Das Material, welches er gefilmt hatte, war atemberaubend und lieβ die gesamte Observation Lounge in Erinnerungen an den Nachmittag schwelgen. Ein wirklich großartiges Geburtstagsgeschenk für Arjen, der heute seinen Ehrentag feierte.

Das Beobachten von Eisbären konnte durchaus sehr anstrengend sein, und so folgen wir ohne Zögern Szuszannas Einladung zum Abendessen und genossen ein weiteres Mal die fantastischen Kreationen von Khabir und seiner Küchenmannschaft.

Tag 4: Im Eis - 80°N

Im Eis - 80°N
Datum: 06.07.2019
Position: 80°06’N - 009°.51’O
Wind: var 0-1
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +8

Noch vor dem Weckruf hatten wir den 80. Breitengrad überquert und das erste Eis gesichtet. So war es auch kein Wunder, daβ der Weckruf zusammen mit der Sichtung einer Bartrobbe erfolgte. Schon vor dem Frühstück ließen sich viele bei einem Deckspaziergang durch diese sagenhafte Eislandschaft mit den vielen Farben und Formen faszinieren. Den ganzen Vormittag konnte man gut draußen verbringen, da es auch heute wieder viel Sonne gab. Papageientaucher, Dreizehenmöwen und große Raubmöwen begleiteten das Schiff. Hier und da gab es auch Dickschnabellummen und Gryllteisten zu entdecken.

Nachdem erneut eine Robbe gesichtet wurde, pirschte die Plancius sich langsam an, und wir konnten die Robbe auf der Scholle von der Backbordseite des Schiffes gut aus der Nähe begutachten. Es gab fragende Gesichter zur Art der Robbe. Auflösung gab es dann von Arjen, der die Robbe als Jungtier einer Klappmütze bestimmte. Sichtungen dieser Robbe sind selten, aber es folgte kurz darauf eine zweite.

Das Mittagessen fiel bei vielen sehr kurz aus, da es einfach zu schön war im Eis und außerdem jedes Auge gebraucht wurde für das Erspähen von Robben und vielleicht auch eines Eisbären. Viele Robben sichteten wir dann auch noch, aber den Eisbären gab es am Nachmittag nur drinnen, als Michelle und Arjen ihre Vorträge über Eisbären auf deutsch und englisch gehalten haben.

Nach dem Abendessen erzählte Birgit noch von ihrer abenteuerlichen Reise auf Skiern zum Nordpol. Mit sehr beeindruckenden Bildern wurde diese „Willensleistung“ dokumentiert. Als sich schon alle zur Ruhe begeben wollten, wurden südlich von Moffen noch zwei Walrösser auf einer Eisscholle gesichtet. Als die beiden sich ins Wasser begeben hatten, wurde es langsam still, und die Plancius machte sich auf den Weg um die Nordostspitze von Spitzbergen. Alle waren gespannt, wieviel Eis wir am Eingang zur Hinlopenstrasse begegnen würden.

Tag 5: Crozierpynten & Kinnvika

Crozierpynten & Kinnvika
Datum: 07.07.2019
Position: 79°55.4’N – 016°48.7’O
Wind: var 0-1
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +4

Dem nächsten Morgen sahen wir mit Spannung entgegen -würden die Eisverhältnisse es uns ermöglichen, in die Hinlopenstred einzufahren? Schon kurz nach dem Aufwachen lieβ sich das bestätigen. Obwohl Plancius während der Nacht immer wieder Treibeisgürtel forciert hatte, lag jetzt ein stiller und weitgehend eisfreier Fjord vor uns, der Sorgfjord. Nach einem zeitigen Früchstück und darauffolgender Ausbootung hatten wir nun endlich wieder Gelegenheit, uns die Füsse zu vertreten -eine willkomne Abwechslung für die rastlosen Seelen unter uns, denen es mit dem Tag im Eis doch etwas an Bewegung gefehlt hatte.

Passend nach Bewegungsdrang auf drei Gruppen verteilt erkundeten wir nun unter Fürhung unserer Guides die Umgebung von Crozierpynten and der Ostseite des Fjords. Die Gemütlichen unter uns blieben in Strandnähe und inspizierten Eisbärmist und den überall herumliegenden Strandmüll. Beides wurde eingetütet -die Warenprobe des Königs der Arktis für wissenschaftliche Zwecke und der Müll in groβe weiβe Sammeltüten, die mit an Bord zurück nach Longyearbyen transportiert werden sollten zur fachgerechten Entsorgung.

Die von uns, die gerne etwas weiter laufen, aber auch mal fotografieren wollten, schlossen sich Eduardo und Michelle an und besichtigten die schneebedeckte Lagune hinter der Anlegestelle bevor sie dann einen kleinen Hügel emporkletterten, um von dort die Überreste der schwedisch-russischen Arc-de-Meridian – Expedition in Augenschein zu nehmen.

Wem es wirklich in den Füssen kribbelte folgte Henry und Irene auf eine längere Runde über die karge Steinwüste, die reichlich Gelegenheit für sportliche Betätigung bot: Treibholzlabyrint, Schneefelder und Schmelzwasserflüsse forderten die Balanse heraus und wurden mit Bravour bezwungen. Über die Tundra ging es vorbei an charakteristischen Permafrostformationen wie Froststeinkreisen, alte Strandlinien und Eiskeilen etwas weiter ins Innland hinein, wo wir auch auf Rentiere trafen. Bewundernswert, wie sie in dieser kargen Landschaft doch irgendwo ihr Fressen finden! Der Endspurt führte auch für diese Gruppe an den Ruinen der Expeditionsgebäude vorbei über den Hügel, und wieder an Bord zurück war glücklicherweise das Mittagsbuffet schon klar für die hungrigen Mägen.

Unterdessen tastete sich Plancius auf die Ostseite der Hinlopenstred vor, und wir hatten Glück: Die Küste war nicht von Eis blockiert, sodaβ wir jetzt sogar die Möglichkeit hatten, unsere Füβe auf Nordausland zu setzen! Hier bot sich uns wirklich eine arktische Wüste dar: Pastellfarben, karge Landschaft, in der einem nur bei genauerem und geduldigen Hinsehen die Details vor Augen traten. Flechten und Moose, vereinzelt Steinbrech -und eine Blüte vom Svalbardmohn, einer der beiden Nationalpflanzen von Spitzbergen. Wieder verteilten wir uns auf drei Gruppen, die Strandläufer nahmen die nähere Umgebung in Augenschein, alle anderen nahmen Kurs über die hügelige Landschaft Richtung Kinnvika auf. Die Langläufer machten sogar einen kleinen Abstecher auf eine nahegelegene Erhöhung, um die Aussicht zu genieβen. Alsdann sammelten die Weitwanderer sich in Kinnvika und konnten sich die ehemalige schwedisch-finnische Forschungsstation in eigener Regie ansehen, während die Guides die Gruppe nach auβen von möglichen Bären sicherte. Im Internationalen Jahr der Geophysik 1957/58 wurde diese Station als Gemeinschaftsprojekt erbaut und man führte hier erfolgreich verschiedene meteorologische und magnetologische Messreihen durch. Die Gebäude waren noch gut erhalten und dienten auch wissenschaftlichen Zwecken während des Internationalen Polarjahres 2007/08.

Zwei ausgibige lange Wanderungen an einem Tag - da muβte der Tagesrückblick dann doch erstmal dem Mittagessen weichen! Gut gesättigt traf man sich dann anschliessend in der Lounge auf einen Drink und den Ausblick auf den morgigen Tag, aber so viel frische Luft machte ja müde, sodaβ die Reihen sich diesmal etwas zeitiger lichteten.

Tag 6: Ships Cruise Lomfjorden & Zodiac Cruise Alkefjellet

Ships Cruise Lomfjorden & Zodiac Cruise Alkefjellet
Datum: 08.07.2019
Position: 79°37.6N - 018°30’O
Wind: var 0-1
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +1

Geplant war für den Vormittag ein Zodiac Cruise am Vogelfelsen Alkefjellet.
Schon beim ersten Blick aus dem Fenster konnte man außer Wasser und Nebel nichts erkennen. Also machten wir uns auf den Weg in den nahegelegenen Lomfjord. Hier war das geplante Ziel für die Anlandung am Nachmittag. Aber Expedition heißt ja, flexibel sein! Im Lomfjord war auch Nebel. Wir gingen bei Faksevågen vor Anker, um abzuwarten, wie sich der Nebel entwickelte. Erst wurde es lichter, dann wieder dichter. Nach ungefär einer Stunde lichteten wir den Anker wieder und fuhren zurück in den Lomfjord und erkundeten den bis ans innerste Ende. Hier gab es noch Festeis, welches mit vielen Robben besetzt war. Also ging es sofort an die Ferngläser, um auch nachanderen, schmutzig-weissen Pelztieren zu suchen. Hunderte von Dickschnabellummen hatten sich scheinbar zum Baden an der Eisgrenze getroffen, eine Elfenbeinmöwe wurde gesichtet, aber ein Eisbär wollte sich nicht zeigen. Bis zum Mittagessen wurde noch gesucht, aber leider ohne Erfolg.

Da wir mit unserem Schwesterschiff „Hondius“ vereinbart hatten, uns die Buchung am Alkefjellet für den Nachmittag zu teilen, hatten wir noch Zeit, uns davon zu überzeugen, daβ die geplante Umrundung Spitzbergens tatsächlich zur Zeit nicht möglich war. Die letzte Eiskarte war zwar schon ein paar Tage alt, aber immernoch erstaunlich aktuell, zumindest was die Verhältnisse in der Hinlopenstraβe betraf. Bis zur Eisbarriere war es nicht mehr weit, und im Hintergrund waren schon Alkefjellet und die „Hondius“ zu sehen. Auch die „Freya“ war vor Ort und berichtete uns von einem Eisbären in den Felsen. Nachdem die „Freya“ ihren Platz verlassen hatte, entdeckten wir den jetzt schwimmenden Eisbären. Nach einer Schwimmstrecke von ca. 300m stieg er auf eine Eisscholle und von dort in die Felsen einer kleinen Insel vor Tommelpynten, die Tommelenøya. Ein toller Anblick, wie elegant dieses große Tier durch die Steine kletterte. Nach einer guten Stunde hatte er sich auf die andere Seite der Insel verzogen, und wir machten uns weiter auf den Weg zum Alkefjellet. Bei einem kurzen Treffen mit einem Zodiac der „Hondius“ wurden Fleisch gegen Gemüse getauscht und Ersatzteile geliefert.

Um 16:45 Uhr startete dann unsere Zodiac Cruise am Vogelfelsen. Start war im Süden, wo der Gletscher und die umrahmenden Felsen aus schwarz -weiss faszinierend anzuschauen waren.

Neben den beschriebenen 60 000 Brutpaaren der Dickschnabellummen, war vor allem ein sehr aktiver Fuchs zu beobachten. Doch die einzigartige gotische Struktur der Felsnadeln mit dem Geschrei, Geruch und Durcheinander der abfliegenden und ankommenden Vögel war unglaublich. Außerdem konnten Eismöwen, Dreizehenmöwen und Nonnengänse beobachtet werden. Den Abschluss machten drei kleine Wasserfälle, ehe es wieder zurück auf die Plancius ging.

Nach dem verdienten Abendessen gab es beim Recap viele glückliche Gesichter. Was für ein Tag mit vielen Planänderungen, aber vielleicht war Plan „C“ hier auch der Beste!

Tag 7: Der Eisbär im Liefdefjord

Der Eisbär im Liefdefjord
Datum: 09.07.2019
Position: 79°38.7’N - 013°35’O
Wind: var 0-1
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +9

Durch die Nacht hindurch fuhren wir in den Liefdefjord ein. Schon am frühen Morgen wurde schnell klar, daβ der Plan vom Besuch bei der Hütte “Texas Bar” aufgrund der Eissituation nicht realisierbar war. Die 40 Knoten Windgeschwindigkeit taten ihr übriges, und so fuhren wir etwas weiter in den Fjord hinein, wo die Besatzung auf der Brücke schließlich einen schlafenden Eisbär auf einer Eisscholle mitten im Fjord entdeckten.

Noch vor dem Frühtück waren alle auf den Beinen und versuchen vom Vordeck aus einen Blick auf den Bären zu erhaschen. Unsere Expeditionsleitung entschloβ sich kurzerhand, die ruhigen Wetterbedingen im Fjord zu nutzen und eine Zodiac-Cruise rund um die Eisscholle nach dem Frühstück zu starten. Während unsere Brücke weiter ein wachsames Auge auf den Eisbären hatte, starteten wir direkt nach dem Frühstück und machten uns mit allen zehn Booten in Formation auf den Weg zur Eisscholle.

Das Expeditionsteam suchte an allen Seiten nach den besten Positionen, damit wir Fotos machen und das Gefühl haben konnten, dem Bären zum Greifen nah zu sein. Die Ruhe des Morgens wurde nur durch das gleichmäβge Tuckern der Viertaktmotoren unserer Zodiacs getrübt. Das junge Männchen hatte sich jedoch offenbar dazu entschlossen, heute etwas länger zu schlafen, um in diesen warmen Tagen etwas Energie zu sparen. Während wir um die Scholle mit dem Eisbären fuhren, entdeckte einer unserer Guides eine Ringelrobbe auf einer benachbarten Scholle. Diese lag ebenfalls schlafend auf dem Eis und schaute nicht schlecht, als wir im Schritttempo und in sicherer Entfernung an ihr vorbeifuhren. Was für ein Start in den Tag! Drei Stunden mit Eisbär, Robbe und Eis. Danach waren wir pünktlich zum Mittagessen wieder mit zahlreichen Eindrücken und Bildern zurück an Bord.

Für den Nachmittag entschied sich das Expeditionsteam dazu, in Worsleyhamna direkt neben der Hütte “Villa Oxford” anzulanden. Der kleine natürliche Hafen bot etwas Schutz für die Landung und lag an der Ostseite der Halbinsel Reinsdyrflya. Benannt ist der Ort nach dem britischen Navy-Offizier Commander Frank Arthur Worsley (1872-1943), welcher in Neuseeland geboren, schlieβ Leiter der britischen Expedition nach Spitsbergen und Franz Josef Land in 1925 wurde. Der gleiche Frank Worsley war später übrigens auch der Kapitän des Schiffes Endurance, mit dem er und Ernst Shakleton in der Antarktis strandeten.

Um den Strand zu erreichen, muβten wir in gutes Stück mit den Zodiacs fahren, da die Wassertiefe nicht ausreichte, um die Plancius näher ans Ufer zu bringen. Hier fanden wir schließlich die “Villa Oxford”, sowie Überreste der deutschen Wetterstation “Kreuzritter” aus dem Zweiten Weltkrieg.

Die Geschichte der Station ist mit einem dramatischen Zwischenfall verbunden. Dabei starb der Stationsleiter, als er mit Sprengstoffen hantierte. Das Grab des deutschen Offiziers konnten wir während unseres Landgangs sehen, sowie ein paar verstreute Holzstücke, die einst zur Station gehörten. Die Hütte „Villa Oxford“ wurde vom berühmten Pelzjäger Hilmar Nøis errichtet, der auch zahlreiche weitere Hütten in Spitzbergen gebaut hat. Erwähnenswert ist noch, dass von diesem Ort der britische Flieger George Binney die erste Flüge zum Zweck von Luftaufnahmen von Teilen Nordaustlandets unternommen hat.

Bei unserem Landgang konnten wir zusätzlich einen längeren Spaziergang in die Weiten der Reinsdyrflya unternehmen. Ein kleiner Hügelrücken erlaubte es uns, zahlreiche Rentiere auf der Halbinsel zu beobachten. Einige von ihnen waren sogar so neugierig, dass sie unsere Gruppe aus der Nähe betrachteten. Neben den Rentieren, von denen einige ältere Männchen stattliche Geweihe zur Schau trugen, konnten wir noch einige Sterntaucher und Eiderenten sehen.

An Bord erwartete uns die Crew mit einem wundervollen BBQ zum Abend, welches auf dem Achterdeck bei bestem Wetter stattfand, und einen gemütlichen Abend nach einem ereignisreichen Tag einläutete.

Tag 8: Alicehamna, Raudfjorden – Nachmittag auf See

Alicehamna, Raudfjorden – Nachmittag auf See
Datum: 10.07.2019
Position: 79°52’N - 011°56’O
Wind: NNW 2
Wetter: fair
Lufttemperatur: +6

Heute wachten wir in einem Zauberhafen auf – die Welt um uns herum was still, Nebelschwaden geisterten geheimnisvoll um unser Schiff herum und gaben immer wieder den Blick auf schroffe Felsen frei. Plötzlich klingelte Lautsprecheranlage noch einmal, und es folgte eine Geburtstagsmelodie, dargeboten von -ja, hatte da etwa jemand eine Klappmützenrobbe an Bord gebracht? Wo diese sanfte Trompete herkam, war nicht unmittelbar zu bestimmen, aber das Ständchen galt natürlich unserer fantastischen Expeditionsleiterin Birgit. Diesen wunderbaren Tag heute konnten wir mit ihr gemeinsam feiern.

Im Laufe des Frühstücks lichtete der Nebel sich etwas, und die Anlandestelle offenbarte sich. Alicehamna liegt im Raudfjord ganz im Nordwesten Spitzbergens, ein langer schmaler Arm, umgeben von alpiner Landschaft voller Grate und Gletscher.

Nach dem Frühstück landeten wir mit den Zodiacs bei der alten Trapperhütte und zogen wie gewohnt in drei Gruppen los, die Umgebung zu erkunden. Nebelschwaden zogen sich durch die Senken und Täler aber der Himmel war blau, und die strahlende Sonne wärmte uns sommerlich. Hier gab es schon in der unmittelbaren Umgebung der Hütte reichlich Interessantes zu bewundern: Ein altes Walfängergrab, die Hütte natürlich, und auf einer nahegelegenen Anhöhe noch ein weiteres, jüngeres Grab -dieses mit überraschend lebendigem Inhalt, da hier gerade eine Schneeammer ihr Nest gebaut hatte, sowie eine alte Fuchsfalle. Wer Lust auf etwas mehr Bewegung hatte stapfte durch den immernoch reichlich vorhandenen Schnee weiter in die Höhe, wo sich der Ausblick auf die Bucht und die Lagune boten, sowie in unmittelbarer Nähe frische Farbklechse aus Steinbrech und Svalbardmohn. Heute gabe es auch eine gute Gelegenheit für die Gipfelstürmer, denn Solanderfjellet mit seinen 334 m lag in Reichweite. Dafür lohnte sich der schweisstreibende Anstieg, denn hier konnte man den wandernden Nebel von oben beobachten. Ab und zu war Plancius unten auf dem Fjord zu sehen, und dann entschwand sie wieder unseren Blicken. Bergab ging es teilseise lustig rodelnd auf dem Hosenboden -die weitläufigen Schneefelder waren einfach zu verlockend.

Gut gelüftet schmeckte das Mittagsbuffet nochmal so gut, und Plancius lichtete den Anker und machte sich auf die lange Reise südwärts zu unseren morgigen Ausflugszielen. Damit hatten wir für den Rest des Tages keine weiteren Ausflugsmöglichkeiten als auf die Aussendecks, aber der Nebel hatte uns schon wieder eingefangen, so dass das Panorama sich genausogut von der gemütlichen Lounge aus bewundern lieβ. Der Weg zur heiβen Schokolade war auch kürzer. Für unsere Köpfe gab es aber jetzt ausreichend Angebot an Unterhaltung: Michelle und Henry boten ihre Vorlesungen über Polarforschungsgeschichte und Pflanzen der Arktis auf sowohl Englisch als auch Deutsch an, und der Tagesrückblick bot auβer einer vorläufigen Zusammenfassung unserer Erlebnisse auch noch Wissenswertes über Nahrungsketten und Bärentierchen. Nach dem Abendessen lud Irene uns ein zu einem kleinen Einblick in ihr Leben mit den Schlittenhunden.

Die sanfte Dühnung, in der Plancius sich wiegte, verfehlte ihre Wirkung nicht -bald schon senkte sich allgemeine Ruhe auf dem Schiff, und wir entschwanden in unsere Träume auf der Reise in den nächsten Tag.

Tag 9: Poolepynten & Tryghamna

Poolepynten & Tryghamna
Datum: 11.07.2019
Position: 78°26’N - 011°55’O
Wind: W 2-3
Wetter: teilweise bewölkt
Lufttemperatur: +7

Um 6.30 Uhr war heute die schon vertraute Stimme unserer Expeditionsleiterin Birgit zu hören. Auf dem Programm stand ein Landgang auf Prinz Karls Forland bei Poolepynten. Eine ca. 40-50 Tiere starke Walrosskolonie trifft sich hier gerne zum Ausruhen vor und nach ihren Beutezügen nach Muscheln über dem Seegrund. Um die Walrösser nicht zu stören, sind nur 50 Personen inkl. der Guides auf einmal an Land erlaubt. Daher haben wir euch in 3 Gruppen eingeteilt, die jeweils für ca, 35 min. die Gelgenheit hatten diese mächtigen Tiere zu beobachten. Diese Kolonie besteht nur aus männlichen Tieren in verschiedenen Altersstufen. Ca. 40 lagen an Land und haben nur ab und zu mal verdutzt in unsere Richtung geschaut. Ansonsten gehört Kratzen und den Rücken im Sand Schubert zu den üblichen Tätigkeiten.

Spannend ist es den Farbunterschied zwischen den Tieren an Land und im Wasser zu beobachten. Sind die Tiere länger an Land, öffnen sich die Blutgefäße der Haut, um Wäre abzugeben. Die Haut vor allem auf der Vorderseite wird rosa. Ein mächtiges Tier, dass wohl von einem längeren Streifzug im Wasser zurück kam, war hingegen grau, da die Hautgefäße hier zum Erhalt der Körperwärme endgestellt waren. Auf dem Hin- und Rückweg gab es auch noch einige Pflanzen im Schutz der großen Treibholzschwämme zu bestaunen. Küstenseeschwalben, Eismöwen und Sandstrandläufer wurden beobachtet. Die letzte Gruppe hatte auch noch das Glück, 2 verschiedene Wale hinter den Walrössern zu entdecken. Auch vom Schiff aus konnte der mächtige Blas eines Blauwals und die markante Finne eines Finnwals ausgemacht werden.

Alle Gruppen zeigten ein hervorragend diszipliniertes Verhalten und mann hatte nie das Gefühl, daß die Walrösser sich gestört fühlten.
Schon während dem Mittagessen machten wir uns auf den Weg Richtung Ijsfjorden und unsere letzte Anlandung in Trygghamna.

Um 15:00 Uhr starteten wir mit unserer letzten Anlandung am wunderschönen Harrietgletscher, der tolle Eisberge in einen kleinen Gletschersee beim Kalben entliess. Diesmal gab es 2 Gruppen. Die Liebhaber der Eisberge und die Gletscherläufer. Einmal auf einem Gletscher stehen und ihn anfassen. Das hat uns sehr gut gefallen. Für Mutige gab es dann noch den Polar Plunge im Gletschersee, etwas ganz besonderes. Auch die Zuschauer waren begeistert, auch wenn sie bestimmt froh waren, dass sie trocken blieben.

Auf dem Rückweg zum Landungsplatz hat sich unser Expedition Guide Tanja leider das Sprunggelenk verletzt. Zurück auf dem Schiff konnten sie aber , dank unserer Schiffsärztin Veronique mit ihrem Gipsbein noch das Abendessen geniessen. Alle Gäste haben sie dann auch gefreut, dass sie wieder aufrecht in das restaurant laufen konnte und applaudiert.
Nach dem unvermeidlichen Begleichen der Bordrechnung wir den Abend noch gemütlich in der Lounge ausklingen lassen und gegen 21:00 Uhr Longyearbyen erreicht.

Day 10: Back at home port Longyearbyen

Back at home port Longyearbyen
Datum: 12.07.2019
Position: 78°14’N - 015°37’E
Wind: NW 3
Wetter: partly cloudy
Lufttemperatur: +6

After a lot of commotion during the night from to the people who were on the 2:30 am flight, we woke far too early, at anchor in Longyearbyen, sad to know that we would be leaving the ship soon. Our last breakfast on board was much appreciated, as we didn’t know where our next meal would be coming from. After seven days of pampering we were back at the port of Longyearbyen, and it was time to say goodbye to the crew, the expedition team, but also to new-won friends.

On the dock, we found our luggage and boarded the bus. A last farewell from expedition leader Birgit and we dispersed, each of us setting off on our travels and flights, sad to be leaving, but full with impressions of the wonderful landscapes and wildlife of the Arctic.

Most northern position: 80° 15.4’N - 010° 48.3‘E
Total distance sailed on our voyage: Nautical miles: 877 nm – Kilometres: 1624 km

Upon request, here the address for the ice chart: www.polarview.met.no/regs

And, the address for Recogn.ice, Jochem’s glacier awareness project www.recognice.org

On behalf of everyone on board we thank you for travelling with us and wish you a safe journey home

Details

Tripcode: PLA09-19
Daten: 3 Jul – 12 Jul, 2019
Dauer: 9 Nächte
Schiff: MS Plancius
Einschiffung: Longyearbyen
Ausschiffung: Longyearbyen

Aboard MS Plancius

Das eisverstärkte Schiff Plancius ist ein ideales Schiff für polare Expeditionsfahrten in die Arktis und Antarktis.

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