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Logbuch

Einschiffung in Longyearbyen
  • Datum: 08.07.2016
  • Position: 78°13.8’ N / 015°36.10’ O
  • Wind: kein Wind
  • Wetter: sonnig
  • Lufttemperatur: +15°C

Der große Tag war gekommen! Nach Ankunft in Longyearbyen, der Grenze der Zivilisation, ging es direkt zum Schiff. Für den einen oder anderen begann hier nun ein einmaliges Erlebnis, aber auch bei unseren „Arktisprofis“ konnte man die kommende Aufregung spüren.

Um 16:00 Uhr ging es auf die MS Ortelius, um unsere Zimmer und damit unser Zuhause für die nächsten Tage zu beziehen. Das Gepäck wurde durch die Besatzung direkt zur Kabine gebracht, und nach einer kurzen Erkundungstour ging es dann bereits zu den notwendigen und verpflichtenden Einweisungen in die Sicherheit und Einzelheiten des Schiffs. Im Anschluss an die Einweisungen gab es dann noch eine Rettungsübung, bei der wir lernten, was wir im Falle einer Evakuierung machen müssten. Dazu wurde der Schiffsalarm ausgelöst. Daraufhin mussten wir unsere Rettungsweste aus der Kabine holen, uns warm anziehen und zur Sammelstelle in die Bar kommen. Nach der Kontrolle, dass auch wirklich alle Passagiere anwesend waren, ging es in Rettungsweste zum Rettungsboot.

Ausgestattet mit dem nötigen Handwerkszeug stand unserem Abenteuer nun nichts mehr im Wege! Wir liefen aus Longyearbyen aus, um zunächst den Isfjord (zu deutsch: Eisfjord) entlang nach Westen zu fahren. Vor dem Abendessen gab es noch einen Begrüßungscocktail und der Kapitän und unser Expeditionsteam wurden vorgestellt. Nach dem Essen genossen wir es, auf den Außendecks unsere erste arktisch-helle Nacht einzuleiten!

Kongsfjorden und Ny Ålesund
  • Datum: 09.07.2016
  • Position: 78°57.2’ N / 012°02.9’ O
  • Wind: kein Wind
  • Wetter: sonnig
  • Lufttemperatur: +15°C

Kongsfjorden, die Königsbucht, begrüßte uns mit herrlichstem Wetter. Blauer Himmel und Sonnenschein: die Arktis zeigte sich von ihrer schönsten Seite. Schon zum Frühstück lag die Ortelius vor Blomstrandhalvøya. ‘Halvøya’ bedeutet Halbinsel, aber seit Abtauen des Gletschers, der Blomstrand mit Spitsbergen verbindete, ist klar: Blomstrand ist zur ‘øy’, zur Insel geworden. Unsere erste Landung führte uns in den kleinen Peirson-hamna, wo wir die materiellen Überreste eines britisches Unternehmens besuchten, dass zwischen 1911 und 1920 versucht hatte, hier Marmor abzubauen. Holzhütten, Hüttenfundamente und imposante rostige Maschinen zeugten noch von diesem abenteuerlichen Versuch. Fotogen zeigten sich auch ein Paar Falken-raubmöwen, die dort brüteten, und ein Polarfuchs, der sich vor unseren Augen schläfrig zusammenrollte und sich sehr niedlich präsentierte.

Nach dem Mittagessen führte uns eine zweite Landung an die südliche Küste des Fjords in das wissenschaftliche Dorf Ny Ålesund. In 1962 wurde der Kohlebergbau hier stillgelegt und seitdem herrscht hier ein friedliches Klima der internationalen wissenschaftlichen Kooperation. Für die Vogelfreunde zeigte sich alsbald eine reinweisse Elfenbeinmöwe. Nachdem alle sich zwischen den verschiedenen Stationen umgesehen hatten, liefen wir in Gruppen Richtung Luftschiffmast, der ein Zeitzeuge des historischen Traums vom Fliegen ist. 1926 gelang Amundsen und Nobile der Flug per Zeppelin über den Nordpol nach Alaska; 1928 starb Amundsen bei dem Versuch, den verunglückten Nobile aus dem Eis zu retten. Nach dem Recap hatten wir uns das Abendessen redlich verdient. Die Unterhaltung war dement-sprechend lebhaft.

Liefdefjord und Woodfjord
  • Datum: 10.07.2016
  • Position: 79°41.2’ N / 013°23.6’ O
  • Wind: kein Wind
  • Wetter: sonnig
  • Lufttemperatur: +13°C

Uns erwartete ein weiterer sonniger, milder Morgen. Während der Einfahrt Richtung Liefdefjorden sichteten einige zuerst Rentiere. Frigga fand kurz darauf den ersten Eisbären, der zügig und bestimmt der Küste entlang nord-wärts lief.

Die Zodiacausfahrt bei Andøyane, den Enteninseln, begann ruhig, schön mit einigen Gryllteisten, Eisenten und Krabbentauchern. Christoph ent-deckte auf einer kleineren Insel den nächsten Eisbären und bald fanden sich alle Zodiacs ein. Langsam und vorsichtig näherten wir uns dem zumeist schlafenden Bärenweibchen. Viele Fragen zu dem GPS-Halsband, dem Ort vom Bären und seinem Befinden konnten später diskutiert werden. Raubmöwen, Strandläufer, Thorshühnchen, Eiderenten und Schneeammern wurden an verschiedenen Uferabschnitten beobachtet.

Nach dem Mittagessen wurde das Programm etwas geändert. Zuerst besuchten wir die „Texas Bar“, eine gut erhaltene und geschichtsreiche Trapperhütte. Jim erklärte den Unterhalt der Hütte mit den Geschichten ihrer Bewohner und Nutzer. Drei Gruppen mit unterschiedlichen Zielen erwanderten die nähere und weitere Umgebung bis zum Gletscherende.

Zurück auf dem Schiff wurden die Zodiacs versorgt und die Ortelius brachte uns an das Fjordende mit den Gletscherfronten der Monaco- und Seligergletscher. Das wunderbare Licht, blaugraue Eisstücke im Wasser und zum Ende eine sehr nahe Bartrobbe machten den

Abend zu einem emotionalen Erlebnis.

Auf dem Weg nordwärts Richtung der Sjuøyane, der Sieben Inseln, wurde das Meer etwas unruhiger und zum ersten Mal auf unserer Reise sahen wir eine zusammenhängende Wolkendecke… :-)

Phippsøya und Meereis
  • Datum: 11.07.2016
  • Position: 80°40.9’ N / 020°43.6’ O
  • Wind: O (Windstärke 6)
  • Wetter: wolkig
  • Lufttemperatur: +5°C

Die etwas ungemütliche und vor allem nasse Zodiacfahrt lohnte sich: Auf Phippsøya erwartete uns die Polarwüste. Vielleicht zum ersten Mal auf unserer Reise wurde uns so richtig bewusst, dass wir in der hohen Arktis unterwegs waren. Am Strand pfiffen uns der Wind und die Sandkörner um die Ohren; über ein kleines Schneefeld und Stock und Stein wanderten wir ans andere Ende der kargen Insel. Verlassen stand dort eine kleine Trapperhütte – doch unsere Aufmerksamkeit galt etwas ganz anderem: zwei sich sonnenden Walrossen! Die vielen Besucherinnen und Besucher schienen sie nicht zu stören, nur ab und zu bemühten sie sich, ihre Köpfe zu heben – und die Stoßzähne zu zeigen. Klickklickklick…

1773 war der britische Marineoffizier Constantine John Phipps – daher Phippsøya – hier unterwegs. Mit seinen zwei Schiffen wollte er eigentlich den Nordpol erobern. Doch auf der Höhe der Sieben Inseln war Schluss: Das Eis ermöglichte kein Vorankommen mehr. Wir hingegen sahen weit und breit keine Scholle und stachen mit der Ortelius ins offene Meer Richtung Norden...

Die Eisgrenze kam am frühen Abend während des Recaps in Sicht. Sie zeigte sich als klare, weisse Linie am Horizont. Und kaum im Eis angekommen, sichtete die Brücke auch schon einen Eisbären! Und was für einen! Langsam näherte sich das Jungtier unserem Schiff – buchstäblich bis auf eine Nasenlänge! Er begutachtete das seltsame Koloss, das in sein Königreich eindrang, ausführlichst, liess damit unser aller Herzen höher schlagen, und trottete dann irgendwann davon…

Expeditionstag im Packeis
  • Datum: 12.07.2016
  • Position: 81°34.7’ N / 021°54.9’ O
  • Wind: OSO (Windstärke 5)
  • Wetter: bedeckt
  • Lufttemperatur: +3°C

Unser Morgen begann heute etwas anders als alle anderen zuvor. Wir ver-brachten nämlich die Nacht im Packeis. Einige ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, diesen Morgen ein Stück Arktis fast für sich alleine zu haben. Das Meereis strahlte im starken Kontrast zur schwarzen, klaren See und man konnte immer neue Formationen entdecken. Das Frühstück, obwohl sehr köstlich und reichlich aufgetischt, wurde zur reinen Nahrungsaufnahme degradiert, um schnellstmöglich wieder an Deck zu sein, das Eis und die schier unendliche Weite zu genießen. Natürlich aber wünschten wir uns den König der Arktis in seinem natürlichen Lebensraum zu sehen! Unser Expeditionsteam, unser Kapitän und die Offiziere auf der Brücke hielten heute Ausschau nach Eisbären. Später am Vormittag, wegen immer dichter werdenden Nebels, fuhren wir hinaus aus dem Packeis entlang der Meereisgrenze in Richtung Osten. Während dieser Fahrzeit gab Sandra Walser einen Vortrag auf Deutsch über Fotografie und David auf Englisch über die Robben von Svalbard.
Kurz vor dem Mittagessen konnte unser Kapitän einen Eisbären entdecken, der jedoch noch kein Interesse an unserem Schiff zeigte. Nachdem wir aber köstlich gespeist hatten, wurde der Bär neugierig und besuchte unser Schiff. Lange konnten wir dieses prächtige Tier beobachten und viele tolle Fotos schießen. Am Nachmittag erzählte uns Frigga „eine kleine Spitzbergen-Geschichte“, 420 Jahre menschliche Präsenz in der Inselgruppe. Als der Nebel das Schiff dann doch gänzlich einhüllte, brachen wir zu unserer nächsten Destination auf, der Hinlopenstraße - wieder endete ein erlebnisreicher Tag.

Alkefjellet und Zeipelodden (Palanderbukta)
  • Datum: 13.07.2016
  • Position: 79°36.7’ N / 018°36.2’ O
  • Wind: SSO (Windstärke 5)
  • Wetter: bedeckt
  • Lufttemperatur: +7°C

Am Morgen lag die Ortelius in der Hinlopenstret vor Alkefjellet, dem Lummenfelsen. Das Vormittags-programm sah eine zweistündige Zodiacfahrt entlang der Klippen vor, die aus Dolerit, einem dunklen Vulkangestein, bestehen, das sich im Laufe der geologischen Zeit zwischen die weißlichen Lagen von Kalkstein geschoben hatte. Auf den Felsvor-sprüngen nisteten nicht weniger als 60.000 Paare Dickschnalbenlummen, aber auch das Treiben von Dreizehenmöwen, Eismöwen, Skuas und anderen Vogelarten konnten wir mühlos vom Zodiac aus miterleben. Über die Klippen “ergoß” sich ein Gletscher, der in den schönsten Blau- und Grautönen leuchtet.

Am Nachmittag hieß unser Landungsziel Zeipelodden nach einem schwedischen Astronomen. Auf den ersten Blick zeigte sich die Polarwüste des Nordaustlandes hier extrem einsam und karg, aber bei näherem Hinschauen waren die alten Strandlinien von Flechten, Moosen und Blütenpflanzen übersät. Gestein, Knochen, Kot – alles erzählt an einem entlegenen Ort wie diesem seine eigene Geschichte und weckt den Entdeckergeist. Eine Besonderheit sind die sehr alten Walknochen, um die herum sich mit der Zeit kleine Gärten Eden geformt haben. Eissturmvögel, Schmarotzerraubmöwen und Sternentaucher begleiteten unsere Wanderungen.

Am Abend kamen wir in den Genuss, dass Kapitän Barría die Ortelius tiefer in den Wahlenbergfjord hineinfuhr. Diese Bucht ist noch nicht im Detail kartiert, aber die herrlichen Gletscher an ihrem Ende wollten wir nicht verpassen.

Barentsøya und Edgeøya
  • Datum: 14.07.2016
  • Position: 78°15.0’ N / 021°48.3’ O
  • Wind: OSO (Windstärke 4)
  • Wetter: bedeckt
  • Lufttemperatur: +5°C

Vor dem Kapp Waldburg fanden die Früh-aufsteher mit den Ferngläsern in der küstennahen Tundra Rentiere. Bald wurde auch der erste Bär gesichtet, welcher am Wasser entlang umherzog. Schlussendlich waren es je nach Sicht-weise 4 oder 6 Bären in der Gegend. Bald wurde auch klar, dass deswegen die Schlucht mit den brütenden Dreizehen-möwen nicht besucht werden konnte und anstelle davon machten wir uns auf eine Zodiacfahrt. Den Bären folgend, alle waren etwas weiter weg, folgten wir der Küste westwärts Richtung Freeman-Gletscher. Die eisige „Marmorwand“ am Gletscherende beeindruckte alle. Immer wieder fanden wir Ansammlungen von Dreizehenmöwen und versteckt ein Eiderentenpaar. Schmarotzerraubmöwen zeigten ihre Flugkünste, bei denen sie anderen Vögeln das Futter streitig machten.

Nach dem Mittagessen erreichten wir Kapp Lee und machten uns für die Anlandung bereit. Bald war auch klar, dass Walrosse vor Ort waren. Wie immer verteilten sich die drei Gruppen schnell an der Anlandestelle. Die „Bergziegen“ stoppten wie alle anderen bei den Überresten der Pomorensiedlung und bei den sich prächtig präsentierenden Rentieren.

Der Aufstieg zum Gipfel gelang trotz windigem Wetter gut und Christoph erhielt dort sein Gipfelgeburtstags-ständchen. Kurz danach konnten wir während der Rast in der Bucht noch einige Beluga ausmachen und wir verfolgten deren langsamen Weiter-zug. Beim heruntergehen machte einigen der tiefe Schlickweg etwas Mühe.

Die beiden anderen Gruppen verteilten sich ebenso durch die schöne Tundra und alle trafen somit nacheinander bei den Walrossen ein. Dies ermöglichte allen wunderbare Augenblicke und liess auch genug Raum, die Beobachtungen still zu geniessen. Während die ersten mit den Zodiac zur Ortelius zurückkehrten, genossen die letzten Langstreckenläufer die Walrosssichtung. Zum Recap reichte es vor dem Nachtessen nicht mehr ganz, doch erklärte Jim in der Bar die Pläne für den kommenden Tag im Hornsund und beantwortete dazu alle Fragen.

Hornsund: Burgerbukta und Brepollen
  • Datum: 15.07.2016
  • Position: 77°01.9’ N / 015°57.5’ O
  • Wind: kein Wind
  • Wetter: nebelig
  • Lufttemperatur: +10°C

In der Nacht erreichten wir den südlichsten Punkt unserer Spitzbergen-Umrundung. Von dort aus ging es wieder Richtung Norden – und schliesslich steuerbord hinein in den 28 Kilometer langen Hornsund. Die im Bergpanorama tief hängenden Wolken verliehen der Szenerie etwas Mystisches. In der praktisch windstillen Burgerbukta unternahmen wir eine Zodiacfahrt. Zunächst kurvten wir um ein paar beeindruckende blaue Eisberge, die ein bisschen anmuteten wie überdimensionierte Kristalle. Mancherorts hatten sich Dreizehenmöwen niedergelassen – ein hübsches Fotomotiv! Auch Eissturmvögeln, Dickschnabellummen, Gryllteisten und Papageientauchern sind wir begegnet. Schliesslich fuhren wir ganz hinein in die Bucht, wo sich die Gletscherfront des Payerbreen vor unseren doch vergleichsweise recht winzigen Zodiacs auftürmte. Das Eis zeigte eine erstaunliche Farbenvielfalt. Und immer wieder knackte es im Inneren des Gletschers bedrohlich, bis schliesslich mehrmals – und unter grossem Getöse – einige Brocken abkalbten. Vor lauter „Action“ bemerkten wir gar nicht, dass mittlerweile dichter Nebel aufgezogen war. Erst nach etwa zehnminütiger Fahrt buchtauswärts tauchte die Ortelius am Horizont langsam wieder auf – fast wie ein „Geisterschiff“. Leider wurde der Nebel immer dichter, und so ging Plan A für die Nachmittagsanlandung über in Plan B – und Plan C: Josef lieferte uns in der Bar zahlreiche Hintergrundinformationen zu Rentieren, Polarfüchsen und Plastikmüll, der selbst für das doch recht abgelegene Svalbard-Archipel ein grosses Problem darstellt. Derweil navigierte uns der Kapitän an die Kontinentalschelfkante, einem bevorzugten Wal-Futterplatz. Dutzende Augenpaare hielten nach dem Abendessen auf der Brücke Ausschau, doch es wollte kein Blas in Sicht kommen. Den Königen der Meere sind dann vermutlich trotzdem einige noch begegnet: in ihren Träumen…

Bellsund und Barentsburg (Isfjord)
  • Datum: 16.07.2016
  • Position: 78°07.1’ N / 013°42.9’ O
  • Wetter: nebelig, bedeckt
  • Lufttemperatur: +10°C

Kurz nach dem Weckruf und mit dem ersten Blick aus den Bullaugen wurde vielen klar: der breite Bellsund an der Westküste von Spitzbergen hielt sich im dichten Nebel verborgen. Plan A hatte eine Anlandung am Ahlstrandodden sein sollen, aber unter diesen Sichtverhältnissen, die keine Sicherheit vor Eisbären gewährten, wurde nichts aus dem Landgang. Daher beinhaltete das alternative Vormittagsprogramm eine englischsprachige Geschichte von Pernilla über die Reise ihres Opas zusammen mit einem Wal und einen deutschsprachigen Vortrag von Frigga über die Lehren, die wir aus dem historischen Walfang um Spitzbergen ziehen können.

Inzwischen hatte die Ortelius ihre Reise in Richtung Isfjorden fortgesetzt, um dort nach besserem Wetter zu suchen. Nun ergab sich die außerplanmässige Möglichkeit, um Barentsburg zu besuchen – und tatsächlich: wir bekamen die Genehmigung, um dort in unseren Zodiacs zu landen! Jim war in 15 Jahren nicht dort gewesen und die selbst unsere Guides freuten sich riesig auf diesen Plan C and waren neugierig auf den Ort. Am Pier traf uns Ivan, der einigen von uns eine lebhafte Tour durch die russische Bergbausiedlung mit derzeit 500 Einwohner, von denen 125 in der Kohlemiene arbeiten, bescherte. Für die Einweihung der lokal gebrauten Biere waren wir allerdings ein paar Tage zu früh. Wer nicht an der Stadtführung teilnehmen wollte, konnte ohne weiteres auf eigene Faust erkunden. Der Kontrast zwischen dem norwegischen Longyearbyen und dem russischen Barentsburg hätte größer nicht sein können.

Nach einer letzten Zodiacfahrt zurück an Bord konnte Kapitän Barría lauter glückliche Gesichter in der Bar seinen Abschiedstoast zusprechen und sich in unser aller Namen gebührend bei den Guides sowie der Crew für eine gelungene Reise bedanken.

Ausschiffung & Abreise, Longyearbyen
  • Datum: 17.07.2016
  • Position: 078°12.1’N / 015°42.2’O

Heute verbrachten wir unseren letzten Morgen an Bord der Ortelius. Die meisten von uns standen bereits früh auf, um ihren 7:30 Flieger zu bekommen. Die restlichen Passagiere wachten einige Stunden später auf und genossen ein letztes entspanntes Frühstück an Bord. Unsere Koffer stellten wir vor unsere Kabinen, und während wir aßen, machten sie sich bereits auf den Weg aufs Land. Toll, dass wir die Koffer nicht selbst vom Schiff tragen mussten!
Um 9.00 Uhr kam dann der Bus, um die letzten von uns von der Ortelius abzuholen. Etwas traurig war es, uns von dem Schiff, der Mannschaft und den Leuten zu verabschieden.

Gesamtdistanz auf dieser Reise: 2282 km

Im Namen von Oceanwide, Ernesto Barria, Expeditionsleiter Jim Mayer und der gesamten Besatzung möchten wir Euch sagen, dass es eine Freude war, mit Euch zu reisen. Wir wünschen eine sichere und angenehme Fortsetzung Eurer Reise und hoffen, Euch bald wieder auf der Ortelius begrüßen zu können.

Schiff-Info

Cabin

MS Ortelius

Die eisverstärkte Ortelius ist ein exzellentes Schiff für polare Expeditionsfahrten in die Arktis und Antarktis.

Alle Schiff-Informationen

Details

Tripcode:OTL09-16

Daten:8 Jul – 17 Jul, 2016

Dauer:9 Nächte

Schiff:MS Ortelius

Einschiffung:Longyearbyen

Ausschiffung:Longyearbyen

Trip-Log als PDF-Datei

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